Werker-Mitfahrband mit innenliegendem Antrieb für die Kfz-Montage

Sogar Steigungen sind drin

Denipro rüstet Volkswagen Autoeuropa im portugiesischen Palmela mit Denimove-Modulbandförderern aus. Die Technologie der Schweizer wird – wie bereits an den Volkswagen-Standorten Emden, Wolfsburg und Bratislava – als Werker-Mitfahrband zur Montage von Anbauteilen im Karosseriebau eingesetzt.

Denimove-Montagebänder im Einsatz bei Volkswagen in Emden als Werker-Mitfahrband. (Foto: Denipro)

Aspekte wie die hohe Energieeffizienz, Transportleistung und Laufruhe des Denimove-Systems waren unter anderem ausschlaggebend dafür, dass sich VW für das Werker-Mitfahrband entschieden hat. Bereits an anderen VW-Standorten hat es sich bei der Karosseriemontage bewährt. Neu bei der für Palmela vorgesehenen Lösung sind speziell auf die Anforderungen von Volkswagen abgestimmte Doppeltaktbänder. Die insgesamt 66 Meter lange, aus einem Doppelstrang von sieben Denimove-Einheiten bestehende Fertigungslinie wurde noch Ende 2016 im Rahmen der Produktionsvorbereitungen für das Polo-SUV in Palmela installiert.

„Der Autoeuropa-Auftrag ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für unser Denimove-System. Er zeigt, dass unsere Technologie inzwischen bei Volkswagen fest gelistet ist und dort immer häufiger nachgefragt wird“, freut sich Jens Kirchhoff, CEO bei Denipro. In Palmela kommen erstmals die über zwölf Meter langen Doppeltaktbänder zum Zug – der Denimove Typ 2. Diese beruhen ebenfalls auf dem innovativen, jeden Widerstand vermeidenden Denipro-Prinzip „Rollen statt Gleiten“. Deshalb können selbst Bänder von dieser Länge von dem innenliegenden Antrieb völlig problemlos in Bewegung gesetzt werden – und zwar mit Geschwindigkeiten bis acht Meter pro Minute. Die Doppelttaktbänder bieten dem Werker noch mehr Komfort, da er nun über zwei Takte hinweg auf einem einzigen Band stehen kann und dieses nicht mehr wechseln muss. Überall dort, wo aus ergonomischen Gründen Abstufungen und unterschiedliche Höheniveaus gefragt sind, setzt Denipro die Standardversion von sechs Meter Länge ein – den Denimove Typ 1. Diese überwindet mühelos Steigungen bis zu 3,8 Grad.

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Eine ähnliche Anlage – allerdings ohne Doppeltaktbänder, dafür aber mit einem zusätzlichen Bandmodul für den Karossen-Skid – läuft schon seit mehreren Jahren im Volkswagen-Werk Emden. Wie hier dienen auch in Palmela die Denimove-Bänder den Werkern als mobile Plattform, um Anbauteile, darunter Türen, Motorklappen und Kotflügel, an die Karosse zu montieren. Der reguläre Produktionsbetrieb auf der aus insgesamt 14 Modulen bestehenden Denimove-Linie – acht Doppeltakt- und sechs Standardbänder – wird mit dem sukzessiven Hochfahren der Serienfertigung für das künftige Polo-SUV im Laufe des Jahres 2017 erfolgen.

Volkswagen Autoeuropa ist für Portugals Wirtschaft von enormer Bedeutung. Das Werk in Palmela gilt innerhalb des VW-Konzerns als Produktionsstandort mit hohem Spezialisierungsgrad. Bekannt wurde es vor allem durch die Fertigung der ersten Generation der jeweils baugleichen Großraummodelle Sharan, Seat Alhambra und Ford Galaxy. Ab 2005 beziehungsweise 2008 liefen dann die beiden Modelle EOS und Scirocco III vom Band. Jetzt bringt der Bau des Polo-SUVs neuen Schwung.

pb

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