Dienstleistungen

Jedem das Seine

Kleidung ist mehr als der Schutz vor Kälte. Im Privatleben dient sie zusätzlich dem Wunsch nach Ausdruck der eigenen Persönlichkeit, sie muss zum Image passen. Das ist im Beruf nicht anders, allerdings steht hier eher das Unternehmensimage im Vordergrund. Und ein dritter Aspekt beeinflusst die Wahl der Berufskleidung: Vorschriften und Gesetze zur Unfallverhütung, zur Einhaltung von Hygienevorschriften und andere sind penibel zu berücksichtigen.

Nicht zu vergessen ist das Thema Mitarbeitermotivation: Stellt das Unternehmen Kleidung bereit, die einerseits bequem und den Aufgaben angepasst ist und zum anderen ein modernes Design bietet, fühlen sich die Mitarbeiter ernst genommen und betrachten sich als wichtigen Teil des Unternehmens. Organisiert das Unternehmen darüber hinaus auch die Pflege der Kleidung, ist das für die Mitarbeiter eine deutliche Entlastung, die sie auch anerkennen. Zum anderen präsentieren die Mitarbeiter nach außen ein einheitliches und sauberes Erscheinungsbild im Sinne ihres Arbeitgebers. Aus diesen und anderen Gründen ist der Einsatz professioneller, einheitlicher Berufskleidung in vielen großen und kleinen Unternehmen längst Standard.

Beschaffung, Pflege und Verwaltung der Kleidung kosten Geld und Zeit. Erstinvestitionen mit ihrer Kapitalbindung und laufenden Kosten sowie die durch den Einsatz der Berufskleidung induzierten personellen Aufwendungen sind im Unternehmen nicht unbedingt einfach zu budgetieren, zumal einige Unsicherheiten in der Kalkulation kaum vermeidbar sind.

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Information steht am Anfang

Üblich ist es deshalb inzwischen, einen Textildienstleister mit mehr oder weniger umfangreichen Leistungen zu beauftragen. Der kümmert sich in einem Service-Kreislauf um das Bereitstellen, Holen, Pflegen und Bringen der Mitarbeiterkleidung – eventuell bis hin zur abteilungsbezogenen Anlieferung im Unternehmen. Auf Wunsch greift die Zusammenarbeit bereits im Vorfeld der Mitarbeiterausrüstung: Beratung bei Auswahl geeigneter Kleidung einschließlich persönlicher Schutzausrüstung (PSA) und/oder des spezifischen Designs gehören zum Spektrum leistungsfähiger Textildienstleister.

Je nach Vertragsgestaltung werden unterschiedliche Leistungspakete zusammen gestellt. Industrie, Handel, Handwerk, Gewerbe, Gastronomie, Gesundheitswesen und andere Branchen haben unterschiedliche Erwartungen und stellen sehr unterschiedliche Anforderungen. Um aus dem vielfältigen Angebot die optimale Ausstattung für den Betrieb auszuwählen, steht beim Dienstleister Mewa am Anfang das persönliche Beratungsgespräch. Der Umfang der Dienstleistung, Menge und Größe der benötigten Kleidung, werden gemeinsam mit dem Kunden ermittelt. Dabei ist es prinzipiell gleich, ob ein Handwerksbetrieb fünf Mitarbeiter einkleidet oder ein großes Unternehmen seine ganze Belegschaft mit Berufskleidung versorgen will. Berufs- und Schutzkleidung wird grundsätzlich unter Berücksichtigung der gesetzlichen Normen entwickelt. Das ist ein wichtiger Aspekt für Branchen, in denen Schutzkleidung getragen wird.

Persönliche Kleidung

Sind die Rahmenbedingungen abgesteckt und für jeden Mitarbeiter die optimale Kleidung ausgesucht, eventuell in einem unternehmensspezifischen Design, läuft der „Alltagsbetrieb“ an. Der Servicefahrer liefert zu fest vereinbarten Terminen frische Textilien an und holt die gebrauchte Kleidung ab. In modernen Anlagen werden die Textilien umweltschonend gewaschen, getrocknet und geglättet. Anschließend durchlaufen sie eine Kontrolle. Notwendige Reparaturen werden durchgeführt, verschlissene Teile ersetzt. Neue Mitarbeiter werden schnell eingekleidet, überzählige Garnituren zurückgenommen. Für die innerbetriebliche Organisation kann ein Schranksystem installiert werden, um Lagerung und Verteilung im Betrieb zu vereinfachen.

Jeder Träger bekommt immer seine eigene Garnitur zurück. Verwechslungen sind ausgeschlossen, denn jedes Kleidungsteil ist mit einem Barcode gekennzeichnet. Mit diesem EDV-gestützten Identifikationssystem kann der Weg eines Kleidungsteils durch den Pflegeprozess von der Anlieferung bis zur Auslieferung verfolgt werden. Ob ein Teil gerade gewaschen, in der Näherei ausgebessert, durch ein neues ersetzt oder in der Expedition zur Auslieferung vorbereitet wird, kann jederzeit sofort festgestellt werden. Damit ist ebenfalls die Zuordnung jedes einzelnen Teils zu Kunde und Träger gewährleistet. Auf Wunsch wird die Kleidung mit Mitarbeiternamen, Firmenschriftzug oder Firmenlogo ausgestattet.

Vorsicht statt Nachsicht

Mit dem Standard-Blaumann oder Berufskittel ist es nicht immer getan. Gestiegenes Sicherheitsbewusstsein – oder schlicht verschärfte Vorschriften – verlangen zunehmend anforderungsgerechte, ausgefeilte Sicherheitskleidung, üblicherweise bezeichnet als PSA. Zu beachten sind zahlreiche Richtlinien, Gesetze, Normen und Anforderungen. Trotzdem ist die Zahl der Arbeitsunfälle nach wie vor erschreckend hoch. Vor allem in einem solchen schwierigen Umfeld kann ein Dienstleister seine Kompetenz beweisen – und seinen Kunden von direkten und indirekten Kosten entlasten.

Obwohl in Sachen Arbeits- und Gesundheitsschutz die Sicherheitsnormen ständig überprüft und aktualisiert werden, passierten in Deutschland jährlich mehr als eine Million Arbeitsunfälle. Damit kommen auch auf die Betriebe hohe Kosten und Personalausfälle zu. Oft spielt die Ablehnung von Schutzkleidung eine wichtige Rolle. So fühlten sich nach einer Untersuchung des Informationskreises Kleidung im Beruf immerhin zehn Prozent der befragten Arbeitnehmer in ihrer Berufskleidung überhaupt nicht wohl. Sie erschien ihnen meist zu eng, zu unbequem und unmodern. Rund die Hälfte aller Befragten fühlten sich dabei in ihrer Leistungsfähigkeit und Arbeitsmotivation sehr stark oder stark beeinflusst. Da ist es nicht mehr weit bis zum Verzicht auf den möglichen Schutz.

Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet das Unternehmensmanagement zur Erstellung einer präzisen Gefährdungs­analyse für alle Arbeitsplätze als Entscheidungsgrundlage für die richtige Auswahl von persönlicher Schutzausrüstung. Durch diese Gefährdungsermittlung im Betrieb wird festgelegt, welche Sicherheitsmaßnahmen und welche Schutzkleidung am Arbeitsplatz erforderlich sind. Sorgt der Arbeitgeber nicht für ausreichenden Arbeitsschutz, haftet er bei einem Unfall. Er ist in der Verantwortung die den verschiedenen Gefährdungsklassen entsprechende Kleidung zu beschaffen und auch für deren Einsatz zu sorgen. Der Textildienstleister kann hier enorme Entlastung bringen, in dem er das gesamte Paket, von der Auswahl geeigneter Kleidungsstücke, über die Dokumentation der Schutzklassen bis zur Pflege aus einer Hand anbietet. Das dürfte die Kosten gegenüber der eigenen Organisation deutlich verringern. Da der Spezialist mehr als der Anwender in der Lage ist, auch bei der Ausstattung mit PSA aller Art die neuesten Erkenntnisse hinsichtlich Qualität und Tragekomfort einzuschätzen und umzusetzen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese Kleidung auch getragen wird. Sinkende Unfallraten und weniger Verletzte sind nicht nur gut fürs Image ...

Die andere Seite

Gut fürs Image, für die Außenwirkung des gesamten Unternehmens, ist auch und vor allem das angemessene Auftreten der Repräsentanten. Das gilt nicht nur für Auftritte bei Messen, sondern für den Alltag aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kontakt mit Kunden und Öffentlichkeit. Der Begriff Berufskleidung darf sich also nicht nur auf die Werker beziehen.

Corporate Fashion ist das Schlagwort, wenn es um den Auftritt der Mitarbeiter in der Öffentlichkeit geht. Damit ist nicht der schreiend bunte, peinliche Einheitsschlips für alle männlichen Mitarbeiter gemeint, sondern ein stimmiges Konzept für die zum Unternehmen passende Businesskleidung. Ebenso wie im gewerblichen Bereich sollte vor der Einkleidung die ausführliche, individuelle Planung von Kleidung und Service stehen. Die Auswahl an Kleidung und begleitenden Leistungen ist groß, daraus sollten sich ein zum Unternehmen passende Auswahl treffen lassen. Für männliche Mitarbeiter kommen vor allem die Klassiker in Frage: Der gepflegte Dreiteiler – Sakko, Bundfaltenhose und klassische Weste mit Hemd, ergänzt um eine zweckmäßige Office-Jacke aus wasserabweisendem Obermaterial sind üblich. Für Mitarbeiterinnen stehen beispielsweise klassisch-eleganter Hosenanzug und Bluse oder T-Shirt zur Verfügung. Auch die eher lässig-modische Kombination aus Kurzblazer und Hose werden zunehmend eingesetzt. Unterschiedliche Farben und Qualitäten der Stoffe können Erscheinungsbild, Bequemlichkeit und Robustheit beeinflussen. Attraktive Accessoires können nach speziellen Unternehmensvorstellungen entworfen werden, um den Outfits einen zusätzlichen individuellen Touch zu geben.

Kosten sparen

Das Bereitstellen von Berufskleidung kostet Geld, auch bei der Zusammenarbeit mit einem Dienstleister. Vereinbart man mit dem aber eine angemessene Vollversorgung, ist gegenüber dem Betrieb in Eigenregie mit Kosteneinsparungen zu rechnen. Neben Erstinvestitionen mit entsprechender bilanzwirksamer Kapitalbindung entfallen Aufwendungen für Pflege, Instandhaltung und Lagerung. Fest kalkulierbare Mietraten sorgen für kontinuierliche Kostentransparenz und Kalkulationssicherheit. Bei einem Betrieb mit 30 Mitarbeitern liegen die Kosten, je nach Ausstattung bei zirka fünf Euro pro Mitarbeiter und Woche. Dafür erhält der Mitarbeiter Hose und Jacke in dreifacher Ausstattung. Einmal pro Woche wird die verschmutzten Kleidung abgeholt, gewaschen, fachgerecht in Stand gehalten und bei Verschleiß ausgetauscht.Meinolf Droege

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