Betriebsstoffe
Vielfach abgelöst
hat das Clinchen klassische Fügetechniken wie das Schrauben, Nieten oder Schweißen. Im Vergleich zu diesen Verfahren bietet das Clinchen die erforderlichen Festigkeitswerte bei sehr geringen Kosten pro Verbindung. Mit dem neuen Hand-Akku-Clinch- und Stanzgerät von BTM lassen sich Clinchpunkte sogar überall direkt vor Ort setzen.
Die Hinterschneidung des oberen Blechs in das untere Blech erzeugt beim Clinchen einen Form- und Kraftschluss, der hohe Kräfte übertragen kann. Der Clinchpunkt glänzt vor allem durch extrem hohe dynamische Belastbarkeit. Darin ist das Clinchen selbst dem klassischen Punktschweißen überlegen. Insbesondere gegenüber dem geschlossenen Matrizenkonzept erzeugt das Tog-L-Loc-Clinchverfahren von BTM bei etwa gleichen Scherzug-Festigkeitswerten wegen des größeren Formschlussanteils höhere Kopfzug- und Schälzug-Festigkeiten. Das zeigt sich vor allem bei Dünn-Dick-Blechkombinationen, da bei dem flachen Clinchpunkt das stempelseitig dünne Blech weitaus weniger tief gezogen werden muss und sich dabei dennoch eine große Hinterschneidung ausbildet. Etwaige Blechdickenschwankungen oder unterschiedliche Blechdickenkombinationen, die in einer Einstellung geclincht werden müssen, werden mit der dreiteiligen Matrize durch mehr oder weniger weites Öffnen der drei Matrizenlamellen kompensiert. Das führt bei fast gleicher Festigkeit zu einem geringeren Verschleiß am Clinchwerkzeug.
Doch gerade beim Clinchen vor Ort ist der Einsatz eines zusätzlichen Energieversorgungssystems nicht wünschenswert. Selbst ein einfacher 230-Volt-Anschluss ist oft hinderlich. BTM (Europe) entwickelte daher ein kompaktes Hand-Clinchgerät vom Typ Ultra Light Batterie Gun, das auch zum Stanzen verwendet werden kann. Das Gerät ist mit einem Nickel-Metall-Hydrid Akku ausgerüstet und kann Stahlbleche bis zu einer Gesamtblechdicke von drei und Aluminiumbleche bis zu vier Millimeter clinchen. Immerhin werden dabei Kräfte von 22 kN benötigt. ms








