Papierrecycling

Epson revolutioniert mit PaperLab das Recyceln von Papier im Büro

Epson hat die weltweit erste kompakte Papier-Produktionsmaschine für Büros entwickelt, die aus Altpapier neues Papier herstellt. Die Maschine zerkleinert die Dokumente und produziert – nahezu ohne den zusätzlichen Einsatz von Wasser – neues Papier. Verkaufsstart des sogenannten PaperLab ist für 2016 zunächst für den japanischen Markt geplant. Der Vertrieb in anderen Ländern steht noch nicht fest. Unternehmen, die ein PaperLab integrieren, können Papier in verschiedenen Größen, Stärken, Typen und Farben, von klassischem Büropapier bis hin zu Visitenkarten produzieren. Ein Prototyp des PaperLabs wird vom 10. bis zum 12. Dezember auf der Messe Eco-Products 2015 in Tokyo vorgestellt.

Prozesse im PaperLab

Für das PaperLab hat Epson die trockene Faser-Technologie (Dry Fiber Technology) entwickelt. Laut Hersteller ist PaperLab das weltweit erste Papierproduktionssystem, das mit einem Trockenverfahren arbeitet. Im Prinzip setzt sich die trockene Faser-Technologie aus Zerfasern (Fiberizing), Bindung und Formung zusammen. Zwar kommt die Maschine ohne Wasseranschluss aus, eine kleine Menge an Wasser wird jedoch benötigt, um ein gewisses Maß an Feuchtigkeit im Inneren des Systems aufrechtzuerhalten.

Was passiert also, wenn überflüssige Dokumente, Schmierzettel oder Fehldrucke in das System gegeben werden? Epson umreißt leider nur grob, was hinter der Blende der etwa 5,6 Kubikmeter großen Maschine geschieht: Zunächst wird das Altpapier in lange, dünne Fasern umgewandelt. Ein Vorteil dieses Prozesses: vertrauliche Dokumente werden sofort zerstört. Im nächsten Prozessschritt werden mehrere unterschiedliche Bindemittel an das zerfaserte Material gegeben, um die Bindungsstärke oder Weißheit des Papiers zu erhöhen sowie gegebenenfalls die Farbe, Duft, Flammbeständigkeit oder andere Eigenschaften zu erzielen, die vorher eingestellt wurden. Der letzte Schritt formt A4- und A3-Büropapier oder Papier für Visitenkarten. Insgesamt benötigt die Maschine für das erste neue Blatt Papier nach Prozessstart etwa drei Minuten. Im laufenden Betrieb soll das Papierproduktionssystem 14 Blätter (DIN A 4) pro Minute beziehungsweise 6.720 Blätter an einem Acht-Stunden-Tag ausspucken können.

Anzeige

Potenzial die Recyclingmaschine

Papier verfügt dank seiner Einfachheit über eine universelle Anziehungskraft als Kommunikationsmittel. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Epson in Europa. 77 Prozent der befragten Arbeitnehmer in Italien, Frankreich, Spanien, Deutschland und Großbritannien nutzen den Drucker als Hilfsmittel, um effizient zu arbeiten. 49 Prozent gaben an, dass es erhebliche Auswirkungen auf die Produktivität ihrer Arbeit haben würde, wenn sie keinen Drucker hätten. Darüber hinaus glauben 61 Prozent der Befragten, dass die Chance Fehler bei der Bearbeitung eines elektronischen Dokuments zu machen höher sei als dies bei einem ausgedruckten Dokument der Fall wäre. 88 Prozent der Befragten drucken durchschnittlich rund 21 Aufträge pro Tag, was ungefähr 83 Seiten entspricht. cs

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Anzeige

Wettbewerbsvorteile bei großen Maschinen

Ob 3D-gedruckte Bauteile für Maschinen und Anlagen, Prototypen oder Hilfsmittel für die Konstruktion: Die Additive Fertigung ist für moderne Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Automatisierung nahezu unverzichtbar, wenn man in der...

mehr...

Lineartechnik

Transporttechnik aus dem Baukasten

Viele Transportaufgaben lassen sich mithilfe von Lineartechnik realisieren. Um das Zusammenspiel von Lineareinheit, Motor, Getriebe und Steuerung zu vereinfachen, bieten sich vorkonfigurierte Lösungen an. So kann der Aufwand für Recherche und...

mehr...
Jetzt Newsletter abonnieren