Gebrauchte Schleifmittel wiederverwenden

Melanie Steinbeck,

Recyclingkreislauf vom Restabfall zum neuen Schleifmittel

Gebrauchte Schleifmittel werden oft als Restabfall entsorgt. Für keramisch gebundene Schleifmittel bietet Norton nun einen nachhaltigen und wirtschaftlichen Recycling-Service an. Dabei werden Produktionsabfälle direkt beim Kunden abgeholt, sortenrein aufbereitet und wieder dem Stoffkreislauf zugeführt. Aus den gebrauchten Schleifmitteln entsteht neues Schleifkorn. Der Recycling-Service des Schleifmittel-Spezialisten soll Ressourcen schonen, weniger Energie verbrauchen und Abfallmengen reduzieren.

Kooperation mit Kominex

Gebrauchte Schleifmittel werden oft als Restabfall entsorgt. Für keramisch gebundene Schleifmittel bietet Norton nun einen nachhaltigen und wirtschaftlichen Recycling-Service an © Norton

Norton bietet seinen Recycling-Service für keramisch gebundene Schleifmittel gemeinsam mit der Kominex Minerals + Processing GmbH & Co. KG an. Kominex übernimmt dabei die Abholung der gebrauchten Schleifmittel und sorgt für das fachgerechte Recycling. Am Ende des Prozesses kauft Norton das recycelte Schleifkorn von Kominex auf, um daraus neue Schleifmittel herzustellen. Dass der Recyclingkreislauf vom Restabfall bis zum neuen Schleifmittel funktioniert, ist das Ergebnis eines mehrjährigen Forschungs- und Entwicklungsprojekts. Norton und Kominex haben in diesem Rahmen das Recycling von keramisch gebundenen Schleifmitteln intensiv untersucht.

„Im Mittelpunkt standen die Fragen, ob das Recycling möglich ist und ob sich das recycelte Korn auf die Leistung unserer Schleifmittel auswirkt", erklärt Dr. Matthias Alschinger, Norton Quality Manager EMEA. „Umfassende Tests haben bestätigt, dass recycelte Körner die gleiche Performance erzielen wie neue. Und auch die Produktsicherheit zeigte sich gleichermaßen gewährleistet. Die Ergebnisse wurden in umfangreichen Versuchen validiert."

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Vorreiter bei der Herstellung von Scheiben aus recyceltem Schleifkorn

Mit der Entwicklung der Norton Expert Trenn- und Schruppscheiben der neuesten Generation gilt Norton in Deutschland als einer der Vorreiter bei der Herstellung von Scheiben aus recyceltem Schleifkorn. Die für den DIY-Markt entwickelten Gewebescheiben bestehen zu 25 % aus recyceltem Schleifkorn und verfügen in der Scheibenmitte über einen Stahlring aus recyceltem Metall. Insgesamt setzt Norton damit mindestens 14 % Recyclingmaterial ein. Jede Scheibe ist zudem mit einer EPD versehen.

Ressourcen schonen, Abfall vermeiden

„Wir arbeiten täglich daran, unseren ökologischen Fußabdruck weiter zu verbessern. Der Einsatz von Recyclingmaterial und unser neuer Recycling-Service für keramisch gebundene Schleifmittel sind wichtige Bausteine für mehr Nachhaltigkeit. Wir freuen uns, einen weiteren wichtigen Kreislauf geschlossen zu haben, Ressourcen schonen und Abfall reduzieren zu können und zudem die Dekarbonisierung von Schleifmitteln weiter voranzutreiben."

Reststoffe einfach recyceln

Der Recycling-Service basiert auf einem einfachen und wirtschaftlichen System: Interessierte Kunden nehmen zunächst Kontakt zu Kominex auf. Dort werden die Reststoffe bewertet und ein standortabhängiges, zugeschnittenes Angebot erstellt. Dieses Vorgehen stellt sicher, dass der Produktkreislauf geschlossen wird und Norton auf das recycelte Material zugreifen kann.

Schnell verpackt in Big Bags

Im nächsten Schritt werden die gebrauchten Schleifmittel in Big Bags verpackt – auf Wunsch stellt Kominex diese zur Verfügung – und für die Abholung vorbereitet. Die keramisch gebundenen Scheibschen werden dabei nach Typ getrennt: Aluminiumoxid-Scheiben (Korund) und Siliziumkarbid-Scheiben (SiC) müssen in separaten Big Bags gesammelt werden.

Anschließend werden die Big Bags auf Paletten gepackt. Das Mindestgewicht pro Palette liegt bei 0,5 Tonnen, die Mindestmenge für eine Abholung bei 2 Paletten. Sobald diese Anforderungen erfüllt sind, kann die Abholung unkompliziert per E-Mail in Auftrag gegeben werden.

Sortenrein zum Recycling

„Das Prinzip unseres Recyclings ist so einfach wie effizient. Es gibt nur wenige Punkte, die unbedingt zu beachten sind. So muss die Anlieferung in jedem Fall sortenrein erfolgen. Zum Beispiel dürfen keramische und kunstharzgebundene Scheiben nicht gemischt werden. Die Scheiben dürfen zudem nur minimale Rückstände und keine Imprägnierung mit Öl oder Chemikalien aufweisen. Kunstharzgebunde Schleifscheiben und andere Schleifmaterialien wie CBN, Diamant oder gummigebundene Schleifmittel sind für dieses Recycling-Angebot nicht geeignet."

Quelle: Norton, Saint-Gobain Abrasives GmbH

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