Stabiles Geschäftsjahr 2025

Annina Schopen,

Alpla wächst weiter: 5,2 Milliarden Euro Umsatz

Alpla blickt trotz schwieriger globaler Wirtschaftslage auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Mit einem Umsatz von 5,2 Milliarden Euro bleibt der Verpackungs- und Recyclingspezialist auf Wachstumskurs.

Der Vorstand von Alpla (v.l.n.r.:): Ricardo Rehm (CFO), Walter Ritzer (COO), Nicolas Lehner (CCO), Philipp Lehner (CEO) und Klaus Allgäuer (CTO). © Alpla

Alpla beliefert internationale Konsumgütermarken und lokale Kunden mit sicheren, leistbaren und nachhaltigen Verpackungslösungen aus Kunststoff. Mit einem Umsatz von 5,2 Milliarden Euro (2024: 4,9 Milliarden Euro) hat der Verpackungs- und Recyclingspezialist das Geschäftsjahr 2025 erfolgreich abgeschlossen. Der Personalstand stieg auf rund 25.500 MitarbeiterInnen, die Anzahl der Standorte auf 206.

Die stabile Entwicklung im 70. Firmenjahr führt CCO Nicolas Lehner unter anderem auf langfristige strategische Weichenstellungen, gezielten Investitionen und risikobedachte Planung zurück: „Wachstumsmärkte können sich drehen, Nachfragen schwanken und Kosten steigen. Das haben wir 2025 vor allem im Getränkemarkt und im Recycling erlebt – und es trifft die gesamte Branche schmerzlich. Umso wichtiger sind ein klarer Plan und Fokus auf den Kundennutzen. Beides treiben wir bei Alpla konsequent voran.“

Aufschwung in Amerika, Westeuropa unter Druck

Positiv sind die Geschäftsentwicklungen in Nord- und Südamerika sowie die starken Resultate im Bereich Extrusionsblasformen (EBM). „Der Markt wächst wieder und wir sind bestens vorbereitet. Dazu haben wir in den vergangenen Jahren die richtigen Schritte gesetzt: Wir haben unsere Effizienz gesteigert, Beziehungen gepflegt, das Angebot diversifiziert und Fachkräfte entwickelt“, betont Lehner. Gleichzeitig stehen die Margen branchenweit unter Druck, was auf gestiegene Kosten und eine schwache Nachfrage, insbesondere in Westeuropa, zurückzuführen ist.

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Investitionen in Standorte und Technologien, der Aufbau des Ausbildungswesens in den USA sowie der Einstieg ins südamerikanische Recycling förderten den nachhaltigen Aufschwung. Auf globaler Ebene wurde die Spritzguss-Division Alplainject 2025 um die sechs Standorte von KM Packaging verstärkt. Alplapharma hat sich mit deutlich gesteigerter Präsenz am Markt für pharmazeutische Verpackungen etabliert. Chancen für die Zukunft rechnet sich Alpla bei faserbasierten Lösungen von Paboco und Blue Ocean Closures (BOC) aus.

Pionier für Recycling

Die Division Alplarecycling blickt auf ein durchwachsenes Jahr zurück – nicht zuletzt aufgrund regulatorischer Prozesse in der EU und der anhaltenden Preisproblematik. „Neuware ist um ein Vielfaches günstiger als Recyclingmaterial. Während die Nachfrage sinkt und die Kosten steigen, wächst die Gefahr von minderwertigen Importen aus Drittstaaten. Wenn die EU nicht gegensteuert, wird die PPWR zum Eigentor“, warnt Lehner. Alpla setzt sich gemeinsam mit anderen Industriebetrieben für faire Bedingungen ein.

Mit neuen Recyclingzielen bis 2030 will Alpla trotz der Herausforderungen am Recyclingmarkt auch künftig die Pionierrolle in der Kreislaufwirtschaft verteidigen. Innovative Projekte wie die kürzlich mit NTCP in den Niederlanden gestartete Kooperation für die Herstellung von lebensmitteltauglichem HDPE-Recyclingmaterial geben die Richtung vor. Der Anteil an Post-Consumer-Recyclingmaterial (PCR) soll bis 2030 auf 30 Prozent gesteigert werden. Dazu erweitert Alpla die derzeit installierte und projektierte Output-Kapazität von 400.000 auf 700.000 Tonnen. Ab 2026 fließen 15 Millionen Euro jährlich ins Recycling.

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