Intersolar 2013
Siemens-Studie Energiesysteme: Standortauswahl ist entscheident
Siemens hat die elektrischen Energiesysteme in Europa analysiert und dabei erhebliche Optimierungsmöglichkeiten identifiziert, insbesondere beim vorgesehenen Ausbau der erneuerbaren Energien. Entscheidend ist die Standortwahl: Würde der Ausbau an den ertragreichsten Standorten Europas erfolgen, könnten bis 2030 rund 45 Milliarden Euro an Investitionen bei den Erneuerbaren gespart werden. Der dadurch bedingte zusätzliche Netzausbau ist in dieser Rechnung bereits berücksichtigt. Zum Vergleich: In Deutschland wurden 2012 insgesamt rund 10 Milliarden Euro in neue Anlagen zur Stromerzeugung mittels Wind und Solarkraft investiert.
"In Europa werden bis 2030 allein rund 138 Gigawatt an Photovoltaikanlagen neu gebaut. Würde der Zubau an den sonnenreichsten Standorten erfolgen, könnten wir 39 Gigawatt an Solaranlagen einsparen - bei gleichem Stromertrag. Auch bei der Windkraft ist die Standortwahl entscheidend für Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Anlagen", sagte Michael Süß, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und CEO des Sektors Energy, im Rahmen des 1. europäischen Energiekongresses in Brüssel.
In einer derzeit laufenden Studie untersucht das Unternehmen in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München die globalen Energiesysteme im Hinblick auf Nutzungsgrad der Ressourcen, Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz. Ausgehend davon, dass jährlich Milliardenbeträge durch Ineffizienzen in den weltweiten Energiesystemen verschwendet werden, soll die Studie diese Verluste aufzeigen und quantifizieren sowie Lösungsansätze herausstellen. ee








