Brennstoffzellen
Ressourcen schonen
Unter dem Motto „Märkte und Projekte“ demonstrierten im November zahlreiche Experten auf dem 11. Brennstoffzellenforum in Frankfurt den aktuellen Stand der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik. Für die hessische Landesregierung eröffnete Umweltstaatssekretär Mark Weinmeister die Veranstaltung: „Wir sehen großes Potenzial in der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Allerdings sind bei allen Bemühungen noch einige Hürden zu nehmen, zum Beispiel bei der Infrastruktur für die Wasserstoff-Mobilität.“
Gezeigt wurde unter anderem das Multifunktionsfahrzeug mit Brennstoffzellenantrieb. Es entstand in Kooperation von GHR, der Hochschule Rhein/Main, Anleg und Weigand Engineering. Das Start-Up Hydrogen Energy GWL aus Frankfurt Höchst demonstrierte seinen alkalischen Elektrolyseur, mit dem sich aus Sonnen- oder Windenergie speicherbarer Wasserstoff herstellen lässt. In Frankfurt Höchst befindet sich auch die bisher einzige öffentliche Wasserstoff-Tankstelle Hessens. Sie wird bereits seit 2006 von Infraserv betrieben. Dabei soll es nicht bleiben: Thorsten Herbert von der NOW GmbH berichtete, dass man im Rahmen des nationalen 50-Tankstellenprogramms bis 2015 sieben Wasserstoff-Tankstellen in Hessen installieren will. Lars Frahm von N2telligence stellte in seinem Vortrag ein stationäres Brennstoffzellensystem mit verminderter Sauerstoffabluft vor, welches sich gerade in Kühlhäusern, Museen oder auch Rechenzentren gut nutzen lässt – sowohl als Aggregat für die Stromerzeugung als auch zur Kühlung oder Heizung.
Zwei aktuelle Studien zeigen das Potenzial von Brennstoffzellen für Gebäude. Johannes Schiel, Industrieverband VDMA Brennstoffzellen: „Die Studie des ifeu-Instituts ‚Ökologischer und ökonomischer Nutzen von BZ-Heizgeräten‘ zeigt auf, dass der breite Einsatz dieser Geräte nicht nur Treibhausgasemissionen und Ressourcenverbrauch reduzieren, sondern auch zu beachtlicher Wertschöpfung und Beschäftigung führen kann.“
jg








