Akquisition

Andrea Gillhuber,

Wettbewerbsfaktor Know-how

Auf der Motek wurde aus SKF Motion Technologies Ewellix. Wir sprachen mit Swen Wenig, Geschäftsführer von Ewellix in Deutschland, über die Vorteile von Know-how und der Automatisierungstechnik als Wachstumsmarkt.

Wir sprachen mit Swen Wenig, Geschäftsführer von Ewellix in Deutschland, über die Vorteile von Know-how und der Automatisierungstechnik als Wachstumsmarkt. © Ewellix

Auf der Motek wurde aus SKF Motion Technologies Ewellix. Unter der neuen Marke soll der Wandel vom Produktlieferant zum Anbieter von kundenspezifischen Lösungen vorangetrieben werden. Wie läuft es dabei?

SKF Motion Technologies war ein Geschäftsbereich der SKF, der als geschlossene Einheit herausgelöst wurde und nun eigenständig unter Ewellix agiert. Dabei gab es kaum Fluktuation, außer unserem neuen CFO sind die Managementebene und auch die Führungskräfte geblieben. Wir haben nach wie vor drei wichtige Produktlinien: Linearführungen, Kugel- und Rollgewindetriebe sowie Aktuatoren. Diese entwickeln und fertigen wir selbst und haben zudem das entsprechende Applikations-Know-how. Schon in der SKF-Gruppe wurde früh in Technologie und Ressourcen investiert, davon profitieren wir nun sehr stark. Das heißt, das Produkt-Know-how und insbesondere unser Applikations-Know-how ist über Jahre gewachsen, heute hat Ewellix weltweit rund 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Welche Schwerpunkte setzen Sie nun als Ewellix?

Wir konzentrieren uns auf die Segmente Automatisierungstechnik, Fertigungstechnik, Mobile Machinery und parallel dazu auf die Medizintechnik. Insbesondere die Automatisierungstechnik ist ein Bereich, in dem wir noch weiter wachsen werden. Um unseren Anwendern weltweit einen guten Support bieten zu können, arbeiten wir auch mit Handelsvertretern zusammen, die wir auch in Zukunft intensiv unterstützen werden.

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Wir haben ein hohes Produkt- und Applikations-Know-how und konzentrieren uns auf gewisse Segmente, das macht uns sicherlich auch stark. Hinzu kommt eine hohe Dynamik aufgrund flacher Hierarchien bei den Entscheidungswegen. Das versetzt uns in die Lage, Dinge schnell und in einer hohen Frequenz umzusetzen; das macht sehr viel Spaß! Heißt aber auch, dass wir unsere PS noch zielgerichteter auf die Straße bringen.

Welche Märkt sind gut gewachsen?

Im deutschen Markt ist ganz klar die Medizin- sowie die Automatisierungstechnik ein Wachstums- bereich mit vielen interessanten Projekten, wobei man bei letzterer unterscheiden muss zwischen allgemeiner Automatisierungstechnik und allem, was mit der Automobilindustrie zusammenhängt. Diese stagniert eher, da wichtige Investitionsentscheidungen derzeit nicht umgesetzt werden. Auch in den Bereichen Mobile Machinery sind wir gut aufgestellt.

Welche Rolle spielt die Robotik im Bereich der Automatisierungstechnik?

Robotik und vor allem Cobots sind ein interessanter Markt. Wir bieten als neue Produkte Lift- und Slide-Kits für Cobots an und können so den Bewegungsradius der kollaborierenden Roboter in mehreren Achsen vergrößern. Bei den Kits handelt es sich um Plug-&-Play-Lösungen, das heißt, wir arbeiten eng mit den Cobot-Herstellern zusammen, um unsere Steuersoftware bereits in deren Steuerungstechnik zu implementieren.

Cobots und auch Industrierobotik sind interessante Märkte, in denen aber auch eine hohe Erwartungshaltung herrscht. Es wird einen Markt für Cobots geben und einen für Industrierobotik, die sich in gewissen Bereichen überschneiden werden. Die Frage ist daher, in welchen Bereichen sie sich zukünftig verdrängen oder auch ergänzen. Mit unserem Produktlösungen sind wir bestens für beide Bereiche aufgestellt und somit sehr gespannt, wie sich die Robotik letztendlich entwickeln wird.

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