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Artikel und Hintergründe zum Thema

Stäubli präsentiert neue Robotergeneration TX2

„Sechsachser neu definiert“

Sie sind nicht größer als ihre Vorgänger und sie sehen ihnen sehr ähnlich. Doch nach der Redefining Performances-Kur sind sie leistungsfähiger denn je: Sie sind schneller, flexibler, effizienter, sicherer und arbeiten bei Bedarf Hand in Hand mit dem Menschen. Kurz: Die TX2 Generation ist da und kommt zur Hannover Messe.

TX2: Die nächste Generation der Stäubli TX Roboter, soll eine Kombination aus Präzision, Geschwindigkeit, Steifigkeit, Größe und Arbeitsbereich bringen. (Fotos: Stäubli)

Was es mit der neuen Sechsachsergeneration TX2 und der Entwicklungsmaxime Redefining Performances auf sich hat, fasst Dipl.-Ing. Gerald Vogt, Geschäftsführer Stäubli Robotics, zusammen: „Redefining Performances heißt, wir haben alle Leistungsmerkmale unserer Sechsachser auf den Prüfstand gestellt und neu definiert. Ziel war es, die Roboter in jedem Kriterium zu verbessern, eine überlegene Sicherheitstechnik zu integrieren und damit ein technologisch führendes Gesamtpaket zu schaffen.“

Die Neuen machen aus den Genen ihrer Vorfahren keinen Hehl, sehen hier und da ein wenig nachgeschärft und dynamischer aus. Geblieben ist die ultrakompakte Bauweise mit einer jetzt noch schlankeren Linienführung. Damit sind die Maschinen, die den Traglastbereich von zwei bis 15 Kilogramm bei Reichweiten von 515 bis 1450 Millimeter abdecken, auch künftig bei Applikationen unter beengten Platzverhältnissen erste Wahl.

SP2: Die neue Generation des Handbediengeräts mit einer HTML-basierten Oberfläche. Diese Oberfläche vereinfacht die Interaktion mit dem Roboter.

Doch mehr Revolution als Evolution
Was also zunächst „nur“ nach Evolution aussieht, entpuppt sich erst bei näherer Betrachtung als Revolution. Natürlich sind die neuen Maschinen leichter, stärker motorisiert, damit dynamischer und durch eine Vielzahl von Maßnahmen energieeffizienter – aber der technologische Quantensprung liegt in der Sicherheitstechnik. Hier ist es gelungen, wesentliche Safetyfunktionen zu integrieren. Mit der TX2-Baureihe und der CS9 Steuerung schlägt Stäubli Robotics ein neues Kapitel der Mensch-Maschine-Kooperation auf.

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Begriffe wie Safe Speed, Safe Stop, Safe Zone und Safe Tool wiesen den Weg in ein neues Robotik-Zeitalter, meint Stäubli. Künftig steht der direkten Zusammenarbeit von Mensch und Maschine ohne Schutzzaun nichts mehr im Weg. „Wenn wir von sicherer Mensch-Maschine-Kooperation sprechen, meinen wir keine Sicherheitskomponenten aus dem Zulieferregal, sondern eigenentwickelte, technologisch führende Safetylösungen. So verfügen die Sechsachser der TX2-Baureihe über einen eigenen digitalen Sicherheitsencoder pro Achse und ein integriertes Safetyboard. Alle Sicherheitsfunktionen sind TÜV-zertifiziert und erfüllen die strengen Anforderungen der Sicherheitskategorie SIL3-/PLe. Damit ist perfekter Schutz für Bediener und teuere Prozessausrüstung gewährleistet”, betont Vogt.

Um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten, wird jede Bewegung des Roboters sensorisch überwacht. Dazu werden sämtliche Koordinaten des Roboters sowie Geschwindigkeit und Beschleunigung in Echtzeit erfasst. Stäubli setzt bei der TX2-Baureihe auf konfigurierbare, sichere I/O-Module sowie auf Echtzeit-Ethernet-Feldbussysteme, die maximale Sicherheit und Kompatibilität garantieren.

CS9: Die nächste Steuerungsgeneration für die TX2-Roboterbaureihe mit integrierten Sicherheitsfunktionen.

Nähert sich ein Mensch dem Arbeitsbereich des Roboters, reduziert dieser seine Geschwindigkeit automatisch auf den Sicherheitslevel. Der große Vorteil: Der Roboter kann seine Arbeit mit niedriger Geschwindigkeit fortsetzen, geht nicht in den Not-Aus-Betrieb und muss keinen aufwändigen Neustart absolvieren. Kommt der Bediener dem Roboter zu nahe, verlangsamt der Roboter seine Geschwindigkeit weiter oder verharrt komplett im Sicherheitsmodus.

Dabei bleiben alle „Vitalfunktionen” des Roboters erhalten, so dass er seine Arbeit ohne Neustart fortsetzen kann, sobald der Bediener seinen Arbeitsbereich verlassen hat.

Weiteres Highlight: Mit den Funktionen Safe Tool und Safe Zone lässt sich ein bestimmter Bereich um das End of arm-Werkzeug genau definieren und permanent überwachen. Wird innerhalb der festgelegten Sicherheitszone ein Hindernis erkannt, stoppt der Roboter vollautomatisch. Schäden an Handhabungssystemen oder an der Prozessausrüstung lassen sich damit sicher vermeiden.

Leistung und Effizienz neu definiert
Bei all den Neuigkeiten im Bereich Safety setzt Stäubli auf der mechanischen Seite auf Bewährtes: Wie schon die Vorgänger verfügen auch die neuen Sechsachser über die geschlossene Struktur in Schutzart IP65, das Handgelenk ist gar in IP67 gehalten und damit wasserdicht. So ist die TX2-Baureihe prädestiniert für Einsätze unter Reinraum- und Hygieneanforderungen sowie für Applikationen unter harten Umgebungsbedingungen wie beispielsweise in Werkzeugmaschinen. Alle Sechsachser der TX2-Generation verfügen über eine vertikale Kabeldurchführung und können an Boden, Wand oder Decke montiert werden. bw

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