Motorsteuerung
Smarte Kontrolle
Die Smart Motor Control Platform von Dunkermotoren ist nun vollständig über alle Baureihen von 20 bis 4.000 W Abgabeleistung verfügbar. Damit ermöglicht das Unternehmen seinen Kunden effektive und zukunftsfähige Steuerungskonzepte.
Um den Spagat zwischen Kosten und Funktionalität zu meistern, gibt es bei der Smart Motor Control Platform von Dunkermotoren zwei grundsätzliche unterschiedliche Basis-Ausprägungen:
Auf Wirtschaftlichkeit getrimmt können dMove-Antriebe die Drehzahl regeln, mit Hall-Sensoren positionieren, und den digitalen Ein- und Ausgängen lassen sich Funktionen zuordnen. CANopen-Kommunikation mit Profil CiA 402 ist ebenfalls möglich. Auf Wunsch ist auch die Kommunikation über eine RS-485-Schnittstelle möglich. Kunden, die SPS-Funktionen ganz oder teilweise auf den Motor auslagern wollen und die ganze Bandbreite an Features benötigen, finden eine Lösung bei dPro-Antrieben. Ein hochauflösender Geber ist integriert. Auch Interpolation, Kommunikation über Industrial Ethernet, Safe Torque Off, ruckoptimierte Rampen, Absolutwertgeber und High-End-Motion-Funktionen sind mit dPro-Antrieben möglich.
Der Triumphzug von Industrial Ethernet wird sich fortsetzen, und Dunkermotoren bietet hierfür Lösungen, die sich mit wenig Aufwand implementieren lassen. Die Profinet-Schnittstelle ist für BLDC-Motoren in der Ausführung dPro inklusive Profidrive mit den Applikationsklassen 1 bis 4 ausgeführt. Damit ist beispielsweise der Synchronlauf mehrerer Achsen möglich. Profidrive selbst ist ein Antriebsprofil, das die Inbetriebnahme deutlich vereinfacht. Antriebe werden einfach in die Projektierungsumgebung eingebunden und sind sofort betriebsbereit. Die OPC-UA-Fähigkeit von Profinet ist praktisch schon das Tor zum IoT-Universum. Auch bei den komplett überarbeiteten dPro-EtherCAT-Varianten liefert Dunkermotoren mit Distributed Clocks standardmäßig die damit verbundene Möglichkeit der Echtzeitsynchronisation.
Motoren einfach einrichten
Mit der PC-Software Drive Assistant 5 (DA5) lassen sich sowohl dMove- und dPro-Motoren mit Busschnittstelle als auch Stand-alone-Motoren einrichten. Im Stand-alone-Betrieb werden diese einmalig parametriert und reagieren danach selbstständig auf digitale und analoge Eingangssignale und geben digital Informationen zum Betrieb sowie bei Störungen aus. Mit der Quickstart-Plus-Funktion lassen sich digitalen Eingängen frei Funktionen zuordnen. So lässt sich einer Kombination von digitalen Eingängen eine Festdrehzahl zuordnen, der nächsten Kombination eine Position, einer weiteren Kombination ein Maximalstrom, der damit das Drehmoment des Motors begrenzt. So sind mit einem einfachen und sehr kostengünstigen Motor standardmäßig umfassende Funktionen möglich. Das Tool dient darüber hinaus auch für Tuning, Firmwareupdates und zur Fehleranalyse. Ein Oszilloskop ist ebenfalls in die intuitiv bedienbare Software eingebunden.
Modulare Steuerungskonzepte
Schon vor Industrie 4.0 hat Dunkermotoren gemeinsam mit Kunden eine Vorreiterrolle bei smarten integrierten BLDC-Motoren und der Dezentralisierung eingenommen. Mit der smarten Motor Control Platform wird dieser Weg weiterverfolgt und ausgebaut. Von einzelnen selbstständig agierenden Motoren bis hin zu komplett dezentral organisierten Softwarearchitekturen ist hiermit alles möglich. Maschinen und Anlagen lassen sich einfach in einzelne Module unterteilen und für den Kunden nach seinen Bedürfnissen zusammenstellen. Dabei können Ablaufprogramme komfortabel in C programmiert und auf die entsprechenden Motoren geladen werden. Über die Programmierumgebung kann auf die gesamte Funktionalität und alle Parameter des Motors zugegriffen werden. Dies ermöglicht es dem Programmierer, sich voll und ganz auf seine Applikation zu fokussieren. Für einen schnellen und einfachen Einstieg in die Programmierung ist bereits ein vorgefertigtes Template enthalten, das viele nützliche Strukturen wie zum Beispiel die Interaktion mit externen Tools oder anderen Motoren zur Verfügung stellt.
Durch die integrierte Lösung sparen sich Maschinenbauer häufig ein Sicherheitsrelais und den damit verbunden Verkabelungsaufwand. Außerdem lassen sich aufbauend auf der integrierten STO-Funktionalität und dem integrierten Motorfeedback einfach weitere Sicherheitsfunktionen wie z. B. SS1 (Safe Stop 1) oder SLS (Safely limited speed) realisieren.
Dunkermotoren nutzt seine langjährige Erfahrung bei smarten Antrieben und Kundenapplikationen, um passende IIoT-Lösungen anzubieten. Das ermöglicht es Kunden, mithilfe von Applikationen ihre eigenen Digitalisierungsprojekte umzusetzen, ohne sich Gedanken über die Anbindung und die Analyse von Motoren machen zu müssen. Im Fokus stehen dabei Docker-Softwarelösungen, die auf gängigen Edge-Gateways laufen. Die Software übernimmt dabei die Funktion, die Motoren an die Cloud anzubinden oder auch Daten für Applikationen von Kunden bereitzustellen. Gleichzeitig entsteht eine Geräte-Cloud, die als ortsunabhängige Remote-Plattform fungiert. Damit sind beispielweise Analyse-Funktionen wie die Vorhersage von Ausfallwahrscheinlichkeiten möglich oder auch Remote-Firmware-Downloads.
Schon seit über 20 Jahren entwickelt und produziert Dunkermotoren integrierte DC-Servomotoren auf Basis bürstenloser Gleichstrommotoren. In dieser Zeit wurde eine Vielzahl von Funktionen erstellt, weiterentwickelt und optimiert. All diese vorhandenen Funktionen, die inzwischen „Features“ heißen, wurden in der neuen Motor-Control-Plattform umgesetzt. Mechanisch wird die Umstellung und Rückwärtskompatibilität durch fliegende Adapterkupplungen vereinfacht. Das ermöglicht Service und Austausch von Komponenten bei im Feld befindlichen Maschinen.
Tobias Pfendler, Head of Marketing and Product Strategy, Dunkermotoren









