Siemens revidiert Umrichter-Firmware

Geringere Systemkosten bei mehr Wirkung

In der neuen Firmware-Version V4.8 lassen sich die High-Performance-Niederspannungsumrichter Sinamics S120 mit den Simotics Synchron-Reluktanzmotoren kombinieren.

Der Umrichter Sinamics S120 ab Firmware V4.8 ist mit Simotics Synchron-Reluktanzmotoren betreibbar. (Foto: Siemens)

Diese Verbindung, zu sehen auf der SPS, eignet sich besonders für Antriebslösungen, in denen die Dynamik von Asynchronmotoren nicht mehr ausreichend, die hohe Performance von permanent-erregten Synchronmotoren jedoch auch nicht erforderlich ist. Dies können zum Beispiel Wickler, Extruder und Servopumpen sein. Zusätzlich ermöglicht die auch für den generatorischen Betrieb effizienzoptimierte Regelung weitere Applikationen im regenerativen Bereich. Mit dem Systembaukasten aus Niederspannungsumrichter Sinamics S120 und Simotics Synchron-Reluktanzmotoren lassen sich kundenspezifische High-Performance-Maschinenkonzepte im industriellen Maschinen- und Anlagenbau umsetzen. Die Synchron-Reluktanzmotoren bieten dazu eine optimierte Vektorregelung und den hinsichtlich Energieeffizienz und Dynamik optimierten generatorischen Betrieb sowie Safety-Funktionalitäten und Technologiefunktionen. Profibus- und Profinet-Schnittstellen ermöglichen die Einbindung in die Automatisierungslandschaft Totally Integrated Automation.

Mit Reluktanzmotoren sind die Systemkosten geringer als bei permanent-erregten Synchron- oder Asynchronmotoren. Zum Beispiel ist im Teillastbereich das Antriebssystem mit einem Reluktanzmotor im Vergleich zum Asynchronmotor energetisch deutlich günstiger. Der Return-on-Investment von High-Performance-Niederspannungsumrichter und Reluktanzmotor ist in weniger als zwölf Monaten erreicht.

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Im Vergleich zu Asynchronmotoren gleicher Leistung haben Reluktanzmotoren im Teillastbereich einen erheblich höheren Wirkungsgrad. Durch das Synchronprinzip bleibt die Drehzahl konstant und eine geberlose Vektorregelung sorgt für optimales Betriebsverhalten. Beide Eigenschaften vereinfachen die Regelung des Antriebsstranges. Das geringe Eigenträgheitsmoment des Motors in Verbindung mit der optimierten Vektorregelung ermöglicht kurze Hochlaufzeiten. Bezogen auf Drehmomentsprünge ist das Verhalten vergleichbar mit dem von permanent-erregten Synchronmotoren und gestattet es, auch sicherheitsrelevante Applikationen schnell abzubremsen. bw

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