EDZ in Kitzingen
Schaeffler eröffnet neues Logistikzentrum
Schaeffler hat in Kitzingen ein neues Distributionszentrum eingeweiht. Von Kitzingen aus werden Produkte der Industriesparte für den europäischen Markt versandt. Das Unternehmen hat rund 110 Millionen Euro in den Bau des neuen unterfränkischen Standortes investiert.
Derzeit arbeiten in Kitzingen rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bis Mitte nächsten Jahres soll die Zahl der Arbeitsplätze auf rund 200 erhöht werden. Das neue Zentrallager mit seiner verkehrsgünstigen Lage in der Mitte Europas ist Hauptstandort des europäischen Lagernetzes von Schaeffler. Bisher gibt es im Verbund der Europäischen Distributionszentren jeweils ein Lager für Nord-Europa im schwedischen Arlandastad sowie für Süd-Europa in Carisio, Italien.
Neben dem Stammsitz des Unternehmens im mittelfränkischen Herzogenaurach und dem neuen Standort im unterfränkischen Kitzingen ist der global tätige Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler an zehn weiteren Standorten in Bayern vertreten. Die Neuausrichtung der Schaeffler-Logistik mit dem Europäischen Distributionsnetzwerk ist ein Teil einer Initiative des Zukunftsprogramms „Agenda 4 plus One“ mit dem Schaeffler beweglicher, schneller und mutiger werden solle, wie Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands von Schaeffler, erläuterte.
Mit dem Europäischen Distributionsnetzwerk (EDZ) Mitte will Schaeffler die Marktversorgung, die Zuverlässigkeit und Leistung der Lieferungen erhöhen und somit die Kundenzufriedenheit weiter steigern. So können Standardprodukte aus dem EDZ Mitte innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach Auftragseingang an die Kunden in Europa zugestellt werden. Zudem ist es möglich, einen Kundenauftrag bis zwei Stunden vor Abfahrt des Lkw anzunehmen und zu versenden. Darüber hinaus erfüllt Schaeffler spezielle Kundenanforderungen wie beispielsweise den Versand der Ware in Behältern oder eigenen Verpackungen des Kunden. Besondere Sortierungen sind ebenso möglich wie eine Kennzeichnung mit spezifischen Labeln des Empfängers.
Im Oktober 2016 erfolgte der Spatenstich auf dem 148.000 Quadratmeter großen Gelände im conneKT-Technologiepark in Kitzingen. Entstanden ist ein 38,5 Meter hohes Hochregallager mit Platz für 28.000 Euro-Paletten und ein automatisches Behälterlager mit knapp 95.000 Behälterplätzen. Transportiert werden diese Ladehilfsmittel mit einer Elektro-Bodenbahn und moderner Fördertechnik mit mehr als 2.000 Metern Länge. An 20 Rampen können täglich bis zu 85 Lkw be- und entladen werden. Bei einer Grundfläche von rund 17.000 Quadratmetern hat der Logistikbereich in dem teilweise zweigeschossigen Lager eine Hallen-Nutzfläche von rund 25.000 Quadratmetern. as













