Geschäftszahlen

Maxon erzielt Rekordergebnis 2019

Maxon hat im Geschäftsjahr 2019 ein neues Rekordergebnis erzielt. Das Unternehmen steigerte den Umsatz um 7,9 Prozent auf 567,8 Millionen Schweizer Franken. Für 2020 geht das Unternehmen aufgrund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie von einem spürbaren Umsatzrückgang aus.

Maxon-CEO Eugen Elmiger (l.) und Verwaltungsratspräsident Karl-Walter Braun. © Maxon

Die maxon Gruppe hat im Geschäftsjahr 2019 einen neuen Umsatzrekord erzielt, dies trotz einer weltweit spürbaren konjunkturellen Abschwächung. Der Cash Flow sank auf 44,9 Millionen Schweizer Franken. (Vorjahr 55,7 Millionen), was auf den gegenüber dem Euro wiedererstarkten Schweizer Franken, Goodwill-Abschreibungen beim 2018 erworbenen englischen Unternehmen Parvalux und die Umstellung der gruppenweiten IT auf die neue Next-Generation-ERP-Lösung zurückzuführen ist.

„Auch 2019 investierten wir viel Zeit und Geld, um die Maxon-Gruppe fit für die Zukunft zu machen“, sagt Karl-Walter Braun, Hauptaktionär. „Aufgrund der gesunden finanziellen Lage haben wir alle Investitionen aus eigenen Mitteln tätigen können. Die Organisation der Gruppe passen wir laufend an die neue Größenordnung des Unternehmens an, um auch zukünftiges Wachstum stemmen zu können“, so Karl-Walter Braun.

Pilotprojekt mit Fähigkeitsausweis
Gegenüber dem Vorjahr ist die Mitarbeiterzahl um 125 auf 3.050 gestiegen. 15 Lernende haben ihre Lehre erfolgreich abgeschlossen. Seit 2018 bietet Maxon zudem den Mitarbeitenden die Möglichkeit, ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis als Automatikmonteur/in zu erwerben. „Die Berufsschulklasse startete 2018 mit acht Mitarbeiterinnen im Alter zwischen 25 und 50 Jahren, viele mit Migrationshintergrund und mit Familie“, sagt Braun. Das Ausbildungsprogramm, das Maxon gemeinsam mit dem Kanton Obwalden lanciert hat und an dem mittlerweile mehr als 20 Mitarbeitende teilnehmen, ist in dieser Form das erste Pilotprojekt in der Schweiz.

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maxon investiert seit Jahren im hohen einstelligen Prozentbereich des Umsatzes in Forschung und Entwicklung. 2019 betrugen die Investitionen mehr als 38 Millionen Schweizer Franken. „Rund 340 F+E-Mitarbeitende sorgen dafür, dass wir uns ständig weiterentwickeln und erneuern. Wir sind schon lange kein reiner Elektromotoren-Hersteller mehr, sondern entwickeln uns kontinuierlich zum Anbieter kompletter mechatronischer Antriebssysteme, bestehend aus Präzisionselektromotoren, Hochleistungsgetrieben und intelligenter Steuerungselektronik“, sagt Eugen Elmiger, VR-Delegierter und CEO.

Dabei komme dem Unternehmen zugute, „dass wir Getriebe, Elektromotoren und Steuerungselektronik in der Gruppe selbst entwerfen und produzieren können“, so Elmiger. So habe Maxon flexibel und schnell handeln können, „um Motoren für Beatmungsgeräte und Linearantriebe für die Laborautomation zum Auswerten von Corona-Tests entwickeln, herstellen und liefern zu können“, sagt Elmiger.

Blick in die Medical-Produktion. © Maxon

Global tätig und breit aufgestellt
Die umsatzstärksten Branchen sind die Medizintechnik, die Industrieautomation und Robotik. Weitere große Märkte sind die Mess- und Prüftechnik, Luft- und Raumfahrt sowie die Automobilindustrie, wo sich ein Großauftrag zur Harnstoffeinspritzung bei Lastwagen (AdBlue Technology) positiv ausgewirkt hat. Bei den internationalen Raumfahrtprogrammen ist Maxon ein wichtiger Partner. So startet diesen Sommer der nächste NASA-Rover zum Mars – ausgestattet mit 16 Maxon-Motoren.

Nach dem rasanten Wachstum von mehr als 15 %Prozent im Jahr 2018 ging der Umsatz in Sachseln erwartungsgemäß leicht zurück. Der Personalbestand stieg auf 1.316. Der Aufbau fand zum großen Teil im indirekt produktiven Bereich statt, um dem gestiegenen Organisationaufwand und der Komplexität innerhalb der Gruppe gerecht zu werden. Für Sexau/D war das Jahr 2019 das erfolgreichste Jahr seiner Geschichte. Der Umsatz stieg auf 80,9 Millionen Euro, dies bei leicht sinkender Mitarbeiterzahl. In Ungarn konnte der Umsatz um gut einen Viertel auf mehr als 25 Millionen Schweizer Franken. erhöht werden. Mittlerweile werden in Veszprém/HU rund 500 Mitarbeitende beschäftigt. In Südkorea stieg der Umsatz um rund 35 Prozent auf knapp 40 Millionen Schweizer Franken.

In Taunton/USA sind während des Jahres zwei Motoren-Linien in Betrieb genommen worden. Diverse US-Großkunden, in regulierten Märkten wie der Medizintechnik, haben bereits ihr Einverständnis gegeben, dass ihre Produkte künftig in Taunton/USA her- oder fertiggestellt werden dürfen. Parvalux in Bournemouth/UK erzielte im ersten Jahr bei Maxon mit rund 180 Mitarbeitenden einen Umsatz von 25,8 Millionen Schweizer Franken. Mit den Parvalux-Produkten macht die Maxon-Gruppe einen wichtigen Schritt hin zum kompletten Systemanbieter von kleinen und kleinsten Motoren bis hin zu Getriebemotoren bis zu 1,5 Kilowatt. In Lyon/F entsteht derweil ein neues Fabrikations- und Verwaltungsgebäude.
Der Auftragseingang für die zweite Hälfte 2020, außer für die medizintechnischen Produkte, sei noch schwach, sagt Eugen Elmiger. „Wir rechnen deshalb zurzeit mit einer rund zehnprozentigen Umsatzreduktion gegenüber dem Rekordjahr 2019.“ as

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