Antriebstechnik
Der endgültige Beweis
für Marsmännchen wird schon seit langem gesucht. Und auch, wenn Anfang des Jahres ein NASA-Foto vom Roboter Spirit für Aufregung gesorgt hat, weil darauf angeblich ein solches Wesen zu sehen ist, zweifeln wohl die meisten an der Echtheit des von den Medien stark vergrößerten und eventuell auch bearbeiteten Ausschnitts. Seit Juni arbeitet ein weiterer Roboter auf dem fernen Planeten. Auch der Phoenix Mars Lander soll Beweise dafür suchen, dass dort Leben möglich ist. Dafür hat er an seinem Arm eine Art Miniatur-Baggerschaufel sowie eine Kamera, deren Farbaufnahmen von den Proben direkt an Wissenschaftler auf der Erde gesendet werden. Der Roboterarm führt vier verschiedene Bewegungen aus: auf- und abwärts, vor- und rückwärts sowie seitliche und Dreh-Bewegungen. Drei der Gelenke, die dies ermöglichen, sind mit Kaydon-Dünnringlagern von Rodriguez ausgestattet, die speziell für diese Anwendung modifiziert wurden.
Die Gelenke verfügen laut Hersteller über einen kompletten Kugelsatz, um den Kräften und Vibrationen beim Start Stand zu halten und zeichneten sich trotz der kompakten und leichten Konstruktionsweise für kleinsten Bauraum durch hohe Tragzahlen aus. Im Betrieb auf dem Mars müssen die Lager sehr hohe Kräfte aufnehmen – zum Durchbrechen der Eisschicht und zum Graben bis in eine Tiefe von etwa 50 Zentimeter wird eine Kraft von mehr als 45 Kilogramm benötigt. Die Lager sind aus wärmebehandeltem 440C-Edelstahl gefertigt, der zusätzlich noch gehont wurde, um eine besonders glatte Oberfläche und ein besseres Laufverhalten zu erreichen. Eine zusätzliche Wärmebehandlung ermöglicht den Einsatz bei extremer Kälte, denn die Gelenke des Roboterarms sind für eine Temperatur von bis zu -108 °C ausgelegt. Dementsprechend sind die Lager mit Spezialschmierstoff mit niedriger Ausgasung befettet, der bei großer Kälte nicht zu zäh wird und in der dünnen Atmosphäre nicht verdampft. lg








