Antriebe

Baumüller rüstet sich für Industrie 4.0

Baumüller präsentiert auf der SPS IPC Drives seine Neuentwicklungen des Jahres. Beim Nürnberger Automatisierungs- und Antriebsspezialisten hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan.

Mit der Erweiterung der Umrichterreihe b Maxx 5000 durch eine Variante für höhere Leistungen bietet Baumüller in der Leistungsklasse bis 90 kW eines der kompaktesten Geräte am Markt.

„Bei all unseren Weiterentwicklungen haben wir stets das große Ganze im Blick“ erklärt Norbert Scholz, Geschäftsführer Vertrieb bei Baumüller, „das bedeutet für uns, dass wir unsere neuen Produkte auf die Nutzung in vernetzten Produktionsprozessen vorbereiten. So können wir Systeme realisieren, die für weitere Funktionalitäten in Sachen Industrie 4.0 gerüstet sind.“

Dynamische Servomotoren

Seine Baureihe dynamischer Servomotoren DSD2 hat Baumüller um eine zusätzliche Baugröße erweitert und bietet so Maschinenbauern nun auch in höheren Leistungsbereichen Dynamik durch ein exzellentes Drehmoment-Trägheitsmassenverhältnis und optionale Überlastbarkeit. Die DSD2 der Baugröße 132 sind wie ihre kleineren Brüder, die DSD2 100 und 71, auch in luftgekühlter und wassergekühlter Variante verfügbar und bieten kompakte Bauform und hohe Leistungsdichte. Auch der DSD2 56 ist nun erstmalig mit Wasserkühlung im Angebot und schafft damit Durchgängigkeit in der Baureihe DSD2 von den Größen 56 bis 132. Dies führt zu einer deutlichen Steigerung der Leistungsdichte, verschafft dem Maschinenbauer mehr Flexibilität und kommt den Wünschen der Maschinenbetreiber nach maximalem Beschleunigungsvermögen und gleichzeitig geringem Bauvolumen nach. Aus den gleichen Gründen werden die DS2 100-200 nun neu mit der Option Ölkühlung ausgestattet, was wirtschaftliche Vorteile bieten kann und eine gewisse Unabhängigkeit von der Wasserqualität vor Ort bietet.

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Servoregler mit optimierter Überlastfähigkeit

Auch die Antriebsreihen b Maxx 3300 und b Maxx 5000 hat Baumüller weiterentwickelt. Dadurch verfügt der kompakte Servoregler b Maxx 3300 nun über zusätzliche Stromabstufungen und eine optimierte Überlastfähigkeit bis Faktor vier und ist jetzt in fünf Leistungsgrößen von 0,75 bis 5,0 kW verfügbar. Das bietet dem Maschinenbauer freie Skalierbarkeit und optimiertes Beschleunigungsvermögen. Die anreihbare Baureihe b Maxx 5000 wurde ebenfalls erweitert und ist jetzt in Leistungsklassen für Motorleistungen von 1 bis 90 kW zu haben. Mit der neuen Variante für hohe Leistungen bietet Baumüller eines der kompaktesten Geräte dieser Leistungsklasse am Markt.

Auch in der mobilen Antriebstechnik setzt das Unternehmen mit dem Powermela bis 40 kW eine Erfolgsgeschichte fort, die es mit dem Antriebskonzept bereits in zwei anderen Leistungsabstufungen begann. Von Lösungen für den unteren Leistungsbereich bis hin zu Antrieben bis 140 kW deckt der Hersteller mit seinem Angebot im Bereich mobiler Antriebstechnik durchgängig ein breites Spektrum ab. In Branchen wie dem Schiffsbau bietet er sogar Antriebslösungen bis zu mehreren 100 kW.

Variantenhandling wird einfacher

Das große Ganze im Blick haben der Systemanbieter und seine Kunden auch mit dem durchgängigen Engineering Framework Pro Master, das die Basis ist für die effiziente Umsetzung und Integration aller Systeme. Durch die intelligente Speicherung und Selektion von Daten vereinfacht Baumüller beim Maschinenbauer das Variantenhandling, macht Modularisierung praktikabel und vereinfacht webbasierte Visualisierung sowie Simulation und Diagnose. „Nur mit einem durchgängigen und intelligenten Datenhandling über moderne Engineering Frameworks können Industrie 4.0 und die smarte Produktion erst Realität werden“, erklärt Markus Jaksch, Leiter Systemtechnik. Als Engineering 4.0 bezeichnet er dabei die vollumfängliche Abbildung des Lebenszyklus einer Maschine im Engineering Tool und die Berücksichtigung von Maschinen und Anlagen für kundenindividuelle Produkte im Engineeringprozess. Flexibilität, Konfigurierbarkeit und Wandlungsfähigkeit sowie die Integration technologiebasierter Schnittstellen sind dabei entscheidende Faktoren. Doch nicht nur softwareseitig sind intelligente Lösungen gefragt, auch auf der Komponentenseite setzt der Nürnberger Automatisierer auf intelligente Produkte. ee

SPS IPC Drives, Halle 1 Stand 560

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