IAA 2015
KTR zeigt Bogenzahnkupplung für Kfz-Elektroantriebe
KTR präsentiert auf der IAA in Frankfurt die doppelkardanische BoWex-Bogenzahnkupplung für Kfz-Elektroantriebe. Sie ermöglicht eine formschlüssige Drehmomentübertragung, gleicht axiale, radiale und winklige Wellenverlagerungen und ist – ganz wichtig für die Automobilindustrie – dank der Kunststoff-/ Stahl-Gleitpaarung wartungsfrei.
Mit dem Einzug der Elektromobilität in den Automobilbau verändern sich auch die Zulieferketten – und die Aufgabe der einzelnen Antriebskomponenten. Die Wellenverbindungen im Antriebsstrang sollen nicht nur Leistung übertragen und Fluchtungsfehler in mehreren Achsen ausgleichen. Ihre Aufgabe ist es auch, die elektrische Isolation des E-Motos gegenüber anderen antriebstechnischen Komponenten zu gewährleisten und damit die gefürchtete Elektrokorrosion von Wälzlagern oder Zahnrädern zu verhindern
Die gewünschte elektrische Isolierung der BoWex-Bogenzahnkupplung wird durch die Verwendung von Polyamid als Werkstoff für die Kupplungshülse sichergestellt. Auch das geringe Gewicht und die kompakte Bauform der Kupplung sind Eigenschaften, die im Automobilbau zählen.
Dieser Kupplungstyp bewährt sich bereits in ersten Projekte der Elektromobilität. Bei der Kraftübertragung vom Elektromotor zum Getriebe, kommen BoWex-Bogenzahnkupplungen zum Einsatz, die speziell an jeden einzelnen Anwendungsfall angepasst werden. Ein Beispiel: In einem Fall ist die BoWex in Baugröße 48 ausgelegt für eine Dauerleistung von 50 kW bei 8000 min-1 und eine maximale Motorleistung von 150 kW. Die Kupplung ist hier zwischen E-Motor und dem Stirnradgetriebe montiert, das auf die Vorderachse wirkt.

Wartungsfreie Rotex-Kupplung für den Ex-Bereich
KTR hat die Familie der Rotex-Kupplungen um eine innovative Variante für den wartungsfreien Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen erweitert: Die durchschlagsichere Rotex Non Sparking kann selbst im Verschleißfall des Dämpfungselements sicher weiterbetrieben werden und verhindert dabei zuverlässig jede Funkenbildung.
Bei diesem Beispiel liegt die maximale Überdrehzahl dieses Elektroantriebs mit 13.500 min-1deutlich höher als bei verbrennungsmotorischen Antrieben. Für KTR stellt dieser Wert aber keine Herausforderung dar, denn im Werkzeugmaschinenbau – einem Kernmarkt für KTR-Wellenkupplungen – sind Drehzahlen bis 40.000 min-1 und mehr durchaus üblich. Hier zahlt sich also die Erfahrung in der elektrischen Antriebstechnik aus.
Diese Erfahrung hat auch dazu geführt, dass KTR das Portfolio für Wellenkupplung im elektrischen Antriebsstrang von Pkw kontinuierlich weiterentwickelt. Zum Beispiel hat KTR auf der IAA eine Alternative zur bisher eingesetzten doppelkardanischen BoWex gezeigt, bei der das Zwischenstück aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) hergestellt wird. GFK ist ebenfalls nicht leitend, extrem verschleißfest und es überträgt hohe Drehmomente auf kleinem Bauraum und bei geringem Gewicht.









