Expert Days bei Schunk

Bundesregierung fördert Industrie 4.0

Am 25. und 26. Februar gingen zum achten Mal die Expert Days für Servicerobotik über die Bühne. Veranstalter Henrik Schunk konnte wie gewohnt in Brackenheim-Hausen ein volles Haus beim Hersteller von Spann- und Greiftechnik begrüßen.

Dr. Andreas Goerdeler: Das BMWi wendet 100 Millionen Euro für die Förderung der Autonomik auf. (Foto: Waßmann)

Während sich die meisten Vorträge den technischen Aspekten der Service-Robotik widmeten, konzentrierte sich Dr. Andreas Goerdeler, Unterabteilungsleiter Informationsgesellschaft, Medien im Bundesministerium für Wirtschaft (BMWi), bei den Schunk Expert Days auf die Sichtweise der Bundesregierung zum Wirtschaftsthema Industrie 4.0 und Robotik.

Angesichts der 15 Millionen Jobs im produzierenden Gewerbe sieht das BMWI keine Gefahr durch die Robotik für den Arbeitsmarkt. Während sich die Zahl der Roboter in den letzten Jahren mehr als verdoppelt habe, sei auch die Anzahl der Beschäftigten in Deutschland weiter gestiegen.

Ganz im Gegenteil: Goerdeler erkennt in der Robotik die Chance, verloren gegangene Produktionen aus der Konsumgüterindustrie, wie beispielsweise Unterhaltungselektronik oder Weiße Ware, wieder nach Deutschland zu holen. So berichtete Goerdeler von Plänen eines führenden Sportschuhherstellers, die Produktion mit Roboterunterstützung wieder in Deutschland aufzunehmen.

Deutschland sei gegenwärtig der drittgrößte Robotermarkt weltweit und in Europa führend. Der Umsatz für Robotik betrug im Jahr 2013 2,35 Milliarden Euro – bei einer überdurchschnittlichen Wachstumsrate von sieben Prozent. Allerdings müsste, forderte Goerdeler in seinem Referat ein, für den Erfolg „die IT-Seite mit der Produktionsseite zusammengebracht werden.“

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Goerdeler erläuterte auch das Förderprogramm Autonomik (http://www.autonomik40.de) für Industrie 4.0. Insgesamt 14 Verbünde aus Wissenschaft und Industrie hätten sich im Rahmen eines Technologiewettbewerbs für eine Förderung durch das BMWi qualifiziert. Gegenwärtig sind in dem Projektprogramm bis 2016/17 zahlreiche Aufgaben vergeben. Sieben Projekte kümmern sich um die flexible Automation; fünf sind der industriellen Servicerobotik zuzuordnen. In vier Fällen werden die Möglichkeiten der Home-Automation untersucht. Zwei weitere Projekte widmen sich dem Thema 3D. Insgesamt wendet die Bundesregierung für das Autonomik-Programm 100 Millionen Euro auf. bw

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