Sicherheitszuhaltung
In der Not intuitiv
Vor knapp zwei Jahren stellte Schmersal mit dem Grundmodell des AZM 300 ein neues Konzept für Sicherheitszuhaltungen vor. Jetzt wird die Baureihe um Versionen mit Fluchtentriegelung oder alternativ Notentsperrung ergänzt.
Die Fluchtentriegelung ermöglicht Personen, die versehentlich im Gefahrenbereich einer Maschine oder Anlage eingeschlossen wurden, zum Beispiel bei Reinigungs- oder Wartungsarbeiten, ein schnelles Verlassen des Bereichs. Beim AZM 300 ist sie als roter, gut sichtbarer Hebel ausgeführt, der an der Innenseite der Schutztür angebracht ist und bei Gefahr intuitiv – ohne Kenntnis der Funktion – bedient werden kann. Durch Drehen des Hebels in seine Ausgangsposition lässt sich die Verriegelungsfunktion wieder herstellen.
Die Notentsperrung ermglicht das Öffnen der Schutztür von außen zum Beispiel bei unterbrochener Stromversorgung und/oder im Gefahrenfall, etwa bei Brand. Hier muss aus Gründen der Manipulationssicherheit – laut Norm – ein reparaturähnlicher Aufwand betrieben werden, um die Betriebsbereitschaft wiederherzustellen. Für diese Anforderung haben die Schmersal-Konstrukteure in der neuen Variante eine Lösung gefunden.
Beide Funktionen sind in kompakter Bauform realisiert worden, so dass der AZM 300 auch in der neuen Variante mit Fluchtentriegelung oder Notentsperrung universell und platzsparend montiert werden kann.
Zu den besonderen Merkmalen des AZM 300 gehört das neuartige, patentierte Wirkprinzip mit Drehwelle und Drehkreuz. Es bietet den Vorteil, dass die Schutztür beim Schließen in die Endlage gezogen und nahezu spielfrei zugehalten wird. Dabei dient die Sicherheitszuhaltung als Türanschlag, was den Einsatz eines separaten Türanschlags unnötig macht. Die integrierte und einstellbare Rastung sorgt dafür, dass die Tür nach dem Entsperren der Zuhaltung in der geschlossenen Stellung verbleibt und nicht selbsttätig aufspringt (etwa bei Vibration). bw









