Aufzugsbauer Gast beim Bremsenhersteller Mayr
Chinesen wollen Sicherheit
Vertreter der führenden chinesischen Aufzugsverbände besuchten Mayr Antriebstechnik, Hersteller von Aufzugsbremsen. Das gemeinsame Ziel von Mayr und den chinesischen Verbänden ist es, die Sicherheit der Aufzüge in China zu erhöhen. Bei der Betriebsbesichtigung vor Ort überzeugten sich die Teilnehmer davon, wie Mayr die Qualität und Zuverlässigkeit seiner Produkte erreicht. Das Fazit: Produkte können zwar kopiert werden, um aber dauerhaft die notwendige Sicherheit zu gewährleisten, sind klare Prozesse, umfassende Prüfmöglichkeiten, langjährige Erfahrung und hochqualifizierte Mitarbeiter unverzichtbare Voraussetzungen.
Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 12.000 Aufzüge neu installiert. Ein Großteil davon ist mit Sicherheitsbremsen der Firma Mayr Antriebstechnik, selbsternannter Weltmarktführer für Aufzugsbremsen, ausgestattet. In China, dem seit Jahren international wichtigsten Herstellerland und größten Absatzmarkt der Branche, werden jährlich weitaus mehr Aufzüge – etwa eine halbe Millionen – neu installiert. Und diese sollen nun ebenfalls sicherer werden. Auf der Interlift 2015 informierten sich die Vertreter verschiedener chinesischer Aufzugsverbände über die Innovationen der Branche. Während der Messe nahmen sich rund 30 Vertreter der chinesischen Aufzugsverbände, unter anderem der China Elevator Association (CEA) und der Shanghai Elevator Trade Association, sowie namhafte Aufzugsbauer aus China auch die Zeit, Mayr Antriebstechnik in Mauerstetten zu besuchen.
Um in den Aufzügen immer größtmögliche Betriebssicherheit zu gewährleisten unterliegen alle Mayr-Sicherheitsbremsen einer sorgfältigen Qualitätskontrolle. So werden bei jeder einzelnen Bremse vor der Auslieferung alle funktionsrelevanten Werte auf Prüfständen getestet und dokumentiert. Eine elektronische Datenbank, in der die Messwerte zusammen mit den dazugehörigen Seriennummern eines Produkts archiviert werden, gewährleistet dabei eine 100-prozentige Rückverfolgbarkeit.
Langjährige Erfahrung und unzählige Versuche der Entwicklungs- und Versuchsabteilung im Stammhaus Mauerstetten bilden die Basis für eine gewissenhafte Lebensdauerauslegung unter Berücksichtigung realistischer und verifizierter Bremsmomenttoleranzen. Alle Bremsenbauteile sind sicher dimensioniert und nur aus hochwertigen, bekannten und bewährten Werkstoffen gefertigt. Mayr-Bremsen sind so ausgelegt, dass sie das geforderte Nennmoment unter allen auftretenden Betriebsbedingungen, unabhängig z.B. von Umgebungstemperatur oder Luftfeuchtigkeit, zuverlässig erreichen. Sie sind mit einer patentierten Geräuschdämpfung ausgestattet, d.h. Schaltgeräusche sind praktisch nicht vorhanden und liegen im Neuzustand unter 50 dB(A) (Schalldruckpegelmessung).
Bayerisch-Chinesischer Austausch
Für den Zugang zum asiatischen Markt betreibt Mayr Antriebstechnik bereits seit 2004 ein eigenes Werk in Zhangjiagang bei Shanghai mit heute etwa 110 Mitarbeitern. „Für unser chinesisches Werk gelten dieselben Qualitätsstandards wie in Deutschland“, erklärt den Besuchern Jack Tang, Sales Manager bei Mayr China.
Wichtige Erkenntnis für die chinesischen Gäste war, dass Produkte zwar schnell kopiert werden können. Um allerdings dauerhaft die notwendige Sicherheit zu gewährleisten, sind klare Prozesse, umfassende Prüfmöglichkeiten, langjährige Erfahrung und Knowhow sowie hochqualifizierte Mitarbeiter unverzichtbare Voraussetzungen. Für den zuverlässigen Transport der Fahrgäste sind also eine entsprechende Fertigungskompetenz und höchste Sorgfalt unerlässlich, denn Sicherheit duldet keine Kompromisse.












