Antriebstechnik
Ein Sender
macht ab sofort externe Endschalter bei Sicherheitskupplungen überflüssig. Der von Mayr Antriebstechik entwickelte EAS-Sensor, eine Sicherheitskupplung mit integriertem Signalgeber, sendet das Überlastsignal per Funk. Diese revolutionäre, absolut zuverlässige Überlasterfassung hat erhebliche Vorteile im Vergleich zur herkömmlichen Signalübertragung. Denn die Hubbewegung beim Ausrasten einer Sicherheitskupplung infolge eines unzulässig hohen Drehmomentes beträgt nur wenige Millimeter. Externe Endschalter müssen deshalb gewissenhaft und exakt moniert und eingestellt werden, damit sie zuverlässig funktionieren können. Unter Umständen ist aber auch höchste Sorgfalt vergeblich, wenn die Sicherheitskupplung im Betrieb ihre Position beispielsweise durch Wärmedehnungen verändert.
Bei dem neuen EAS-Sensor ist der Endschalter direkt in der Kupplung integriert. Er registriert bei Überlast die Ausrastbewegung der Kupplung und sendet das Signal kabellos per Funk an eine Basisstation, die mit der Maschinensteuerung verbunden ist. Der Sensor wird im Werk betriebsfertig eingestellt, Montage- und Justierarbeiten entfallen. Die Überlasterfassung ist zuverlässig. Äußere Einflüsse wie Vibrationen, axiales Verschieben der Kupplung, beispielsweise durch Wärmedehnung der Welle beeinträchtigen die Funktionssicherheit nicht. Der Sender des neuen Systems befindet sich komplett, einschließlich der Energieversorgung, in der Drehmoment-Einstellmutter der Sicherheitskupplung EAS-Compact. Er meldet in regelmäßigen, kurzen Abständen den Betriebszustand der Kupplung und gleichzeitig Informationen über die Höhe der Versorgungsspannung. Ein Absinken der Spannung löst rechtzeitig ein Warnsignal aus, damit die Batterie des Senders zeitnah gewechselt werden kann. Dazu muss die Kupplung nicht ausgebaut werden.
Der neue Sensor ist herkömmlichen Sicherheitskupplungen mit externen Endschaltern besonders bei Antrieben mit bewegten Wellen überlegen. Ähnliches gilt für Einsatzfelder, bei denen einfach kein Platz ist für den Anbau eines externen Endschalters. Ferner bietet sich das neue System an, wenn Antriebe vor Ort montiert werden. Es ist einbaufertig und muss nicht erst durch entsprechendes Fachpersonal justiert werden. st








