Antriebstechnik

Das Team: Motor plus Getriebe

Servomotore sind eine feine Sache, gut regelbar, exakte Positionsbestimmung. Doch im unteren Drehzahlbereich, da fehlt ihnen die Kraft. Also lässt man den Motor ruhig mit hoher Drehzahl laufen, schaltet ein Getriebe davor, und das macht aus der hohen eine niedrige Drehzahl mit Steigerung des Drehmoments. Unter dem Strich eine sehr wirtschaftliche Kombination, denn so kann der Hauptantrieb relativ klein ausgelegt werden. Hinzu kommt das Servomotor-Handicap: Die Dinger sind nun einmal sehr schlank und lang. Für Konstrukteure meist ein erhebliches Unterbringungs-Problem, da der Einbauraum immer begrenzt ist. Hilfe bieten auch hier die Getriebespezialisten: Servomotor + Spiralkegelgetriebe + Planetengetriebe. Schon geht es mit Kraft (bei wenig Einbauraum) um die Ecke. Und das bei beachtlichen 95 Prozent Wirkungsgrad.

Zwischen Motor und Getriebe geht es also um das problemlose und präzise Anflanschen. Natürlich auch um die ,,absolut spielfreie" Verbindung der beteiligten Wellen mit einer montagefreundlichen Kupplung. Diese Schnittstelle zwischen Servomotor und Getriebe hat jetzt das Haus Tandler weiter optimiert. Durch auswechselbare Flanschplatten an der Antriebsseite sind die Getriebe ServoFoxx(r) an alle Servomotoren anzuschließen. Das gilt sowohl für die Spiralkegel- als auch für die Planeten-Getriebe, und Kombinationen aus beiden.

Die Flanschgetriebe der Reihe FS waren bisher in den Größen 00, 01, A1 und B1 erhältlich. Die neueste Entwicklung ist ein Flanschgetriebe der Größe C1 mit Drehmomenten bis 900 Newtonmetern und doch geringen Außenabmessungen (Länge, Breite, Höhe) von 392 × 260 × 210 Millimeter. Der Vorteil dieses neuen Getriebes ist, dass es an leistungsstärkere Motoren anschließbar ist als das bisher der Fall war. Außerdem können höhere Drehmomente und damit größere Kräfte übertragen werden.

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Zudem wurde die Baureihe FS2, Baugröße 01, vollständig überarbeitet. Durch den neu entwickelten Flansch sind in Zukunft geringere Getriebetemperaturen zu erwarten. Um dies zu ermöglichen, wurde die Anordnung der Standardlagerung von zwei getrennten Schrägkugellagern übernommen. Dieses hat allerdings zur Folge, dass sich das Maß von der Durchgangswelle zur Flanschoberseite um 25 Millimeter verlängert. Damit das für niemanden zum Handicap wird, ist der alte Flansch weiterhin im Programm.

Wie für alle Spiralkegel-, Drehzahlüberlagerungs- und Planeten-Getriebe dieses Hauses gilt auch hier das Baukastenprinzip. Alle Standard-Einzelteile können beinahe beliebig kombiniert werden, so dass eine enorme Artenvielfalt unter den Getrieben herrscht.dc

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