Additive Fertigung

Daniel Schilling,

Spezialstahl für drahtbasierte additive Fertigung

Ugitech bringt Spezialstähle für drahtbasierte additive Fertigung auf den Markt © Ugitech

Die Swiss Steel-Tochter Ugitech bringt ein breites Sortiment von Stählen für den 3D-Druck auf den Markt.

Das Unternehmen der Swiss Steel Group nutzt dabei seine langjährige Erfahrung in der Stahlherstellung, um Material höchster Qualität für den Einsatz in additiven Fertigungsverfahren anzubieten. Erkenntnisse aus dem unternehmenseigenen Forschungs- und Entwicklungszentrum fließen in die Herstellung der Drähte ein, die vor allem für Wire Arc Additive Manufacturing (WAAM) entwickelt wurden.

WAAM – spezielle Fertigungstechnologie für 3D-Komponenten

Das drahtbasierte additive Fertigungsverfahren erlangt zusätzlich zum Pulverbettsystem und Pulverzufuhrsystem eine immer größere Bedeutung in der Stahlbranche. Beim Wire Arc Additive Manufacturing wird der extern zugeführte Schweißdraht durch einen Lichtbogen geschmolzen. Lagenweise entstehen so die gewünschten 3D-Komponenten. Die Vorteile dieses Fertigungsverfahrens liegen auf der Hand. Große Bauteile mit Längen in mehreren Metern lassen sich in kurzer Zeit kosteneffizient herstellen.

Dabei erreicht die WAAM-Technologie mit bis zu 5 kg/Stunde eine höhere Produktivität als das selektive Laserschmelzen oder Elektronenstrahlschmelzen. Es entstehen individuelle Bauteilgeometrien, die sich mit konventionellen Verfahren nur unter großem Aufwand und erhöhten Kosten herstellen lassen. Die endkonturnahe Fertigung (near net shape) ermöglicht einen schnellen Aufbau der Geometrie bei geringem Materialverbrauch und -abfall.

Anzeige

Da das Verfahren ohne den Einsatz von Lasern und Pulver auskommt, sind keine sicherheitstechnischen Vorkehrungen notwendig. Insgesamt ist WAAM vor allem für die Fertigung großer Bauteile in der Luft- und Raumfahrt, im Bauwesen und Schiffbau sowie in der Öl- und Gasindustrie geeignet.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Trends für 2022

Blick zurück – Blick nach vorn

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Wenn Sie dieses Heft in den Händen halten, dann ist 2022 schon fast vorbei. INDUSTRIAL-Production- Chefredakteur Daniel Schilling mit drei Trends, die sich in diesem Jahr abgezeichnet haben und die im Jahr 2023 die...

mehr...

3D-Druck

AIM3D zeigt Voxelfill

Schichtbasierte 3D-Aufbauprozesse von Polymeren weisen oft inhomogene Fertigkeitswerte auf. Mit dem Voxelfill-Verfahren geht AIM3D einen neuen Weg, der inhomogene Festigkeiten überwindet und mit definierten selektiven Dichten im Bauteil punktet.

mehr...
Anzeige
Anzeige

Bauteilauslegung

3D-Druck für Verbindungslösungen

3D-Druck ist eine Fertigungstechnologie, die eine zuvor ungekannte Flexibilität für die geometrische Bauteilauslegung bietet und Lieferzeiten deutlich verkürzt. Auch im Bereich von Verbindungslösungen bietet die additive Fertigung weitreichende...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

3D-Druck

STL- und Scan-Daten reparieren

Mit der neuesten Version der 3D-Printing-Software 4D_Additive von CoreTechnologie lassen sich 3D-Scandaten und andere STL-Dateien mit einer sogenannten „Marching Cube“-Funktion in kürzester Zeit in geschlossene Volumenkörper verwandeln und...

mehr...

Additive Fertigung

Mobile Produktion vor Ort

Drei Unternehmen haben gemeinsam eine mobile Produktionsanlage entwickelt, die additive und subtraktive Bearbeitung mit höchster Präzision an fast jedem Ort der Erde ermöglicht. Kernstück ist die additive Fertigung per Drahtauftragsschweißen.

mehr...