Zulieferer

Mehr und mehr vernetzt ­agieren

SCOPE: Herr Harting, als Schirmherr des Impulskreises „Innovationskraft in KMU“ der Initiative „Partner für Innovation“ und als erfolgreicher Unternehmer haben Sie sich intensiv mit den Rahmenbedingungen für Innovation beschäftigt. Welche besonderen Eigenschaften zeichnen Ihrer Meinung nach ein „innovatives“ Unternehmen aus?

Harting: An erster Stelle eine auf Innovation ausgerichtete Unternehmens- und Führungskultur sowie eine entsprechende Strategie. Eckpfeiler dieser Kultur sind die beständige Suche nach dem Besseren, Offenheit für neue Ideen und Impulse auch von außen verbunden mit einer ausgeprägten Veränderungs- und Umsetzungsbereitschaft. Ein innovatives Unternehmen zeichnet sich zudem durch ein hohes Maß an Kundennähe und Flexibilität aus, das es ihm erlaubt, schnell und gezielt auf Kundenwünsche oder neue Marktanforderungen einzugehen. Schließlich sollte ein systematisches Innovationsmanagement im Unternehmen vorhanden sein, das Anregungen von Mitarbeitern und Kunden gleichermaßen aufgreifen kann.

SCOPE: In Ostwestfalen-Lippe startet im November die neue Wertschöpfungspartner-Messe „Forum Maschinenbau“, auf der die Harting Technologiegruppe als Aussteller vertreten sein wird. Welchen Beitrag kann die Zulieferindustrie leisten, um Innovationskraft und internationale Wettbewerbsfähigkeit des mittelständischen Maschinenbaus in Deutschland zu stärken?

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Harting: Viele Zulieferer sind inzwischen Partner des Maschinenbaus. Lassen Sie mich dies am Beispiel unseres Unternehmens erklären. Harting steht für umfassende Kompetenzen im Bereich Verbindungstechnik und industrielle Vernetzung. Unsere Kunden im Maschinenbau erhalten schon in der Entwicklungsphase Unterstützung in diesem Bereich. Damit kann sich der Maschinenbauer auf seine eigene Kernkompetenz konzentrieren. Als Mittelständler kenne ich die Situation der inhabergeführten Unternehmen in diesem Markt sehr genau. Wichtig für die Branche ist, dass die Firmen mehr und mehr vernetzt agieren, sei es mit Zulieferern, Technologiepartnern oder sonstigen Wertschöpfungspartnern.

SCOPE: Aufgrund kürzerer Innovationszyklen wird neben der Innovationskraft auch die strategische Größe „Time to market“ für den Maschinenbau immer wichtiger. Die Produktentwicklungszeiten verkürzen sich. Kann die Zusammenarbeit mit Systemlieferanten in der Produktentwicklung noch effizienter gestaltet werden?

Harting: Dort gibt es sicher noch Verbesserungsmöglichkeiten. Über die gesamte Entwicklungskette hinweg sollte es ein abgestimmtes und bei Bedarf vernetztes Innovations- und Anlaufmanagement geben. Nur so ist es möglich, Aufgaben zu parallelisieren und damit entscheidende Zeitvorteile zu generieren. Auch über Aktivitäten wie Virtual Prototyping und Simulation lässt sich die Entwicklungszeit verkürzen. Entscheidend ist meines Erachtens jedoch auch, dass Kompetenzpartner schon in frühen Phasen der Produktentwicklung mit einbezogen werden.

SCOPE: Auf der Messe „Forum Maschinenbau“ sollen neue Netzwerke für die Entwicklung der nächsten Produktgeneration zwischen Experten aus Maschinenbau und Zulieferindustrie geknüpft werden. Wie wird sich Ihr Unternehmen als Partner mit Systemlösungen für die Branche präsentieren?

Harting: Wir präsentieren uns als der Partner des Maschinenbaus in der Verbindungs- und Vernetzungstechnik. Unsere große Stärke liegt dabei in der jahrzehntelangen Erfahrung in diesem Bereich und in der langjährigen Praxis, unsere Kunden schon in der Entwicklungsphase zu unterstützen, um gemeinsam nach der optimalen Lösung zu suchen. Durch unseren Pool an eigenen Technologien und die Zusammenarbeit mit komplementären Partnern sind wir in der Lage, auch komplexe Anforderungen zu erfüllen.ms

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