Zulieferer
Automatisch genau
Kunststoffe und Metalle zu einer Baugruppe zu verbinden ist ein im Prinzip einfaches Verfahren: Üblicherweise werden metallische Komponenten eingespritzt. So einfach wie das Fertigungsprinzip ist, so komplex kann diese Aufgabe im Einzelfall sein. Besonders das nach wie vor übliche manuelle Einlegen der einzuspritzenden Bauteile in die Formen wirft mehrere Probleme auf. So wurden die goldbeschichteten Kontakte der abgebildeten Elektronik-Trägerplatte von Mitarbeitern manuell eingelegt und umspritzt. In der kostensensitiven Elektronikindustrie stellt sich immer, und natürlich auch hier, die Kostenfrage. Zum anderen gab es regelmäßig Probleme mit Resten von Handschweiß auf den Kontakten. Gelöst wurde das Problem mit Hilfe eines komplett automatisierten Fertigungsablaufs. Einlegen der Kontakte in das hochtemperierte Werkzeug und Entnehmen der Fertigteile sind nur zwei Schritte des automatischen Handlings. Auch das Prüfen der Fertigteile und deren Formnest-orientierte Ablage benötigen keine manuellen Tätigkeiten. Damit wird eine deutlich günstigere Kostensituation erreicht und die Ausschusszahlen sind erheblich geringer. Die Prozesssicherheit ist aufgrund der Automatisierung also gestiegen.
Die volle Automatisierung des gesamten Prozesses, auch an vielerlei anderen Teilen, ist nicht das einzig bemerkenswerte an diesem Auftrag. Das Spritzen des Teils verlangt ohnehin einiges ,,Fingerspitzengefühl". Trotz der geringen Wandstärke und dem Werkstoff PPS mit 50 Prozent Glasfaser/Mineral Füllstoff sind Formtoleranzen von 0,05 Millimeter und Maßtoleranzen von 0,02 Millimeter einzuhalten.dr









