Vorrichtungssystem
Halt mal!
Eine wirtschaftliche und präzise Fertigung ist nur mit einer zuverlässigen Werkstückspannung möglich. Versagt diese, muss schnell Ersatz her. Stefan Mattner und seine Mitarbeiter nutzen dafür vorrangig das modulare Vorrichtungssystem V70 von Erwin Halder. So können sie innerhalb kürzester Zeit eine zuverlässige Ersatzvorrichtung konstruieren.
Vorrichtungsbau, Sondermaschinenbau, Transferstraßen und Produktionsanlagen sind das Spezialgebiet des Mattner Ingenieur Büros (MIB) aus Ludwigsburg. Die Experten können dabei auf 30 Jahre Erfahrung in der Konstruktion zurückgreifen. Im mechanischen Vorrichtungsbau setzt Mattner auf Spannmittel der Erwin Halder KG. „Durch das große Sortiment und die hohe Lagerhaltigkeit sind die Halder-Spannmittel und -Normalien unsere erste Wahl bei mechanischen Spannvorrichtungen“, erklärt Stefan Mattner, Inhaber des Mattner Ingenieur Büros.
Auf diese greifen die Konstrukteure beispielsweise zurück, wenn in der Serienfertigung eine eigens konstruierte Vorrichtung ausfällt. Um einen möglichen Stillstand zu vermeiden, muss sehr schnell eine Lösung gefunden werden, weiß Mattner: „Gerade in diesen Fällen haben wir sehr gute Erfahrungen mit dem modularen Vorrichtungssystem V70 von Halder gemacht. Das Nutsystem ermöglicht einen raschen Aufbau der Vorrichtung innerhalb weniger Stunden. So können wir in kürzester Zeit eine zuverlässige Ersatzvorrichtung konstruieren, die für höchste Präzision und Qualität sorgt. Auch für Anlaufserien, Prototypen und kleinere Stückzahlen ist das modulare Vorrichtungssystem hervorragend geeignet.“
Das Nutsystem V70 basiert auf Grundplatten im Rastermaß 70 mm, die mit Nuten in Qualität H7 ab Lager in verschiedenen Abmessungen erhältlich sind. Erwin Halder garantiert dabei Lagetoleranzen, Parallelität und eine Winkelgenauigkeit von ± 0,01 mm. Vorrichtungsteile können somit gleichzeitig positioniert und gespannt werden, was einen schnellen Aufbau ermöglicht.
Die Ausrichtung der Grundplatte auf dem Maschinentisch erfolgt mittels Passbohrungen mit Qualität H6 und/oder Zentriernut. Verschiedene Aufspannkörper, Nutenspannwinkel, Spannleisten, Anschläge, Stückwinkel, Spannstöcke mit beweglichen oder festen Backen, Aufnahmen, Prismen und viele weitere Aufbauelemente erschließen viele Einsatzmöglichkeiten.
Um schnelle Lieferzeiten trotz stetig wachsendem Produktspektrum auch künftig gewährleisten zu können, hat Halder in eine moderne automatisierte Logistiklösung investiert. Das Shuttlesystem der Servus Intralogistics GmbH wurde so auf die Anforderungen von Halder abgestimmt, dass der Materialfluss verbessert und die Durchlaufzeiten verkürzt werden konnten. Gleichzeitig werden so Umlaufbestände, Zwischenlager und Wartezeiten stark reduziert. Die Mitarbeiter erhalten just in time an den Arbeitsstationen die benötigte Ware. Dabei ist das neue Shuttle-System so flexibel, dass es beispielsweise an größere Auftragseingänge und auch sich ändernde Produktionsabläufe angepasst oder erweitert werden kann.
Blick ins Cockpit
Im Logistikbüro findet sich das Cockpit bzw. der Leitstand. Hier ist die Schnittstelle zum ABAS-ERP-System des Zulieferers, von dem aus die Verkaufsaufträge für die Funktionszellen (i-Punkte) gesteuert werden. So wird vor der Übergabe von Aufträgen an das Lagersystem über das ERP-System ein Bestand festgestellt. Das soll sicherstellen, dass die erforderlichen Stückzahlen vorhanden sind, um die Aufträge zu bedienen. Mit der Umstellung auf das neue Shuttlesystem entschied sich Halder auch für eine neue Lagerverwaltungssoftware von Mia Systems, die über die Schnittstelle mit dem ERP-System und der Versandsoftware BEO kommuniziert.
Vor der Einlagerung werden die Behälter mit den gelagerten Artikeln „verheiratet“. Das bedeutet, jeder Behälter besitzt eine feste Lademittel-ID, unter der die Informationen (Artikelnummer, Stückzahl, Referenzgewicht, Tara und Charge) über den verheirateten Artikel hinterlegt werden. Gerade die Speicherung des Referenzgewichts bietet hier vielfältige Vorteile: Beim Kommissionieren wird es automatisch an die Waage übertragen und muss nicht jedes Mal neu ermittelt werden. Das ermöglicht, die Aufträge schneller und einfacher zusammenzustellen.
Bernd Janner, Vertriebsleiter der Erwin Halder KG: „Dank des neuen Systems werden Fehler, beispielsweise bei der Zusammenstellung eines Auftrages, vermieden. Denn das System liefert die Behälter auftragsrein an den Kommissionierplatz. So können Verwechslungen bei der Zuordnung der Artikel nahezu ausgeschlossen werden. Eine Farbcodierung und unterschiedliche Größen der Kunden- und Lagerbehälter verhindern zudem eine Verwechslung auf den ersten Blick.“
Da das gesamte Standardprogramm des V70-Systems ab Lager erhältlich ist und das automatisierte Logistiksystem den Materialfluss optimiert, kann Halder innerhalb weniger Stunden die benötigten Teile auf den Weg schicken. „Und Mattner kann schnell die Vorrichtung für seine Kunden umsetzen“, ergänzt Janner. cs










