EPDM-Kautschuk
Dichtungen aus Zuckerrohr
Die ständige Verschärfung der Emissionschutzgrenzen und der wachsende Bedarf an nachhaltigen Lösungen verlangt auch bei der Herstellung von modernen Dichtungen für industrielle Einsatzgebiete immer wieder nach neuen, innovativen Materialien – oder gegebenenfalls auch Materialkombinationen.
Das Unternehmen Freudenberg Sealing Technologies hat deshalb einen neuen EPDM-Kautschuk für fluidtechnische Anwendungen entwickelt, der zu immerhin 45 Prozent auf einer biologischen Basis besteht – und damit hilft, die CO2-Bilanz eines Produktes wesentlich zu verbessern.
Das Besondere an der neuen EPDM-Kautschukmischung von Freudenberg ist, dass natürliches Zuckerrohr als Alternative zu den sonst üblichen fossilen Brennstoffen eingesetzt wird. Denn der Werkstoff EPDM wird üblicherweise ja unter der Verwendung der auf Erdöl basierenden Rohstoffe Ethylen und Propylen produziert.
Bei dem neuen Dichtungswerkstoff von Freudenberg besteht jetzt das Ethylen zu 45 Prozent aus Zuckerrohr. Mögliche industrielle Anwendungen für den neuen EPDM-Kautschuk sind Dichtungen, die im Kontakt stehen mit Kühlmittel, Dampf, synthetischen Hydraulikflüssigkeiten sowie Bremsflüssigkeiten und Hydraulikflüssigkeiten für den Betrieb von Flugzeugen (Stichwort Phosphatester).
Die „Zuckerrohr-Dichtungen“ sind beständig gegen Einsatztemperaturen von bis zu 150 °C und bieten laut Hersteller zudem eine überdurchschnittliche Dichtkraft unter Druckbelastung. ms









