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Andreas Mühlbauer,

Die nachhaltige Beleuchtung von Industrieunternehmen – Implikationen für Gründer, Unternehmer und Co.

Viele Unternehmer lassen die vielfältigen positiven Auswirkungen effizienter Beleuchtung außer Acht und verlieren deshalb unter Umständen bares Geld. Wir erklären Ihnen, warum das so ist und welche Möglichkeiten existieren, um die Lichtquellen in der Industrie ohne den Einsatz immenser finanzieller Mittel zu modernisieren.

Besonderheiten der Beleuchtung im Industriesektor 

Hallenbeleuchtung © Deutsche Lichtmiete

Die hochkomplexen, teils automatisierten Produktionsabläufe in der Industrie bedarfen besonderer Aufmerksamkeit. Damit diese kosteneffizient und produktiv funktionieren, ist die Ausleuchtung der Fertigungs- und Lagerhallen unabdingbar. 

Das Kapital eines jeden Unternehmens sind zunächst seine Mitarbeiter. Sie gilt es zu fordern und zu fördern. In Bezug auf die Leistungs- und Produktivitätssteigerung wird die Rolle der Beleuchtung unterschätzt. Licht ist für eine Vielzahl an Prozessen im Körper verantwortlich. Es beeinflusst das Wohlbefinden, die Gesundheit sowie die Arbeitsfähigkeit. Folglich ist durch die Optimierung der Lichtverhältnisse auch eine Steigerung der Produktivität möglich. Passieren durch bessere Beleuchtung beispielsweise weniger Unfälle, sind die Mitarbeiter seltener krank. Zudem sinken die Regulierungskosten für derartige Szenarien. Krankheitsvertretungen, Neueinstellungen und das Ersetzen funktionsunfähiger Teile innerhalb der Produktionsstraße werden obsolet. 

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Wissenschaftliche Untersuchungen belegen eindeutig einen Kausalzusammenhang zwischen der Beleuchtungsstärke und der Zahl der Arbeitsunfälle in den Betrieben. Angesichts der Tatsache, dass 80 Prozent aller Informationen mit dem Sehorgan erfasst werden, ist dies wenig verwunderlich. Demnach bewirkt die Erhöhung der Beleuchtungsstärke bis zu einem gewissen Grad die Steigerung der Produktivität. 

Ferner bietet das Austauschen veralteter Beleuchtung enormes Energieeinsparpotenzial. Kostensenkungen bis zu 70 Prozent sind realisierbar. Schwierigkeiten können allerdings die gesetzlichen Normierungen sowie teils veraltete DIN-Normen bereiten, die es zu beachten gilt.

Hinsichtlich der Einrichtung der Beleuchtungsysteme ist es nahezu unmöglich, standardisierte Ratschläge zu erteilen: Jeder Betrieb ist einzigartig. Individualkonzepte sind nötig. Allgemein kann erwähnt werden, dass ältere Mitarbeiter mit sinkender Sehleistung mehr Unterstützung brauchen als jüngere Kollegen. In diesem Alter ist lediglich die Hälfte der Beleuchtungsstärke im Vergleich zu Mitarbeitern höheren Alters nötig. Jedoch sinkt bereits ab einem Alter von 35 Jahren die Sehfähigkeit. 

Beispiele aus der Praxis 

Je nach Branche sind differenzierte Anforderungen zu erfüllen, die individuelle Lösungen erfordern. Im Folgenden wird dies anhand von Beispielen aus der Logistik und der Elektrobranche deutlich. 

Logistik 

In Lagerhallen ist die Beleuchtung in vielen Fällen ungenügend. Gültige Sicherheitsstandards werden nicht befolgt. Die Folge ist die Häufung von Arbeitsunfällen. In den weitläufigen Hallen fällt eine kaputte Leuchte nicht unverzüglich auf. Dadurch entstehen dunkle Ecken und Hindernisse werden übersehen. Infolge der Reflexionen von Gegenständen, die die Mitarbeiter blenden können, steigt die Gefahr von Unfällen zusätzlich. Insbesondere der Blick nach oben, beispielsweise beim Einsortieren der Ware mit dem Gabelstapler, ist riskant. Ursächlich sind grelle Leuchten, welche den Blick trüben. Darüber hinaus bereitet die Höhe der Lagerhallen konventionellen Leuchten Schwierigkeiten, das Licht gleichmäßig auf die Bereiche zu verteilen. Besonders belastend für den Energieverbrauch ist der ständige Betrieb der Leuchten. Intelligentes Lichtmanagement sorgt dafür, dass Licht nur dort vorhanden ist, wo es benötigt wird. Sensoren bemerken die Anwesenheit von Mitarbeitern und schalten das Licht ein, wenn es wirklich benötigt wird. 

Elektrobranche 

Die Tätigkeiten in der Elektroindustrie sind äußerst facettenreich. Dementsprechend empfiehlt sich das gesonderte Ausleuchten der einzelnen Arbeitsbereiche. Feine Arbeiten wie die Montage von Kleinstteilen setzen Konzentration und Leistungsfähigkeit voraus. Ungenügende Beleuchtung resultiert in Ermüdung der Mitarbeiter und führt in der Konsequenz zu Fehlern. Speziell bei kostenintensiven Materialien und Komponenten ist dies besonders tragisch. Das menschliche Auge ist diesbezüglich auf angenehme Beleuchtung angewiesen. Licht mit einem hohen Blauanteil fördert die Konzentration und reduziert Erschöpfungssymptome. 

Überdies ist Blendfreiheit obligatorisch. Die Reduzierung von Schattenbildung und flimmerfreies Licht haben oberste Priorität. Daneben sind Reinraumleuchten zu verwenden, da die Fertigungsprozese, wie die Produktion von Mikrochips, keine Verunreinigen dulden. 

In der Gesamtbetrachtung dient die optimale Beleuchtung dazu, die Kombination aus Handarbeit und automatisierten Prozessen fehlerfrei zu ermöglichen. 

Relevanz der Nachhaltigkeit von Beleuchtungssystemen 

Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind seit Langem kein ausschließliches Randthema mehr. Vielmehr sind es globale Herausforderungen, die im gesamtgesellschaftlichen Diskurs im Mittelpunkt stehen. Die Senkung des Stromverbrauchs reduziert unweigerlich die Kosten des Unternehmens und verringert dessen Emissionen. 

Diese Entwicklung wird durch die Verwendung moderner LED-Leuchten und die Umrüstung auf intelligente Beleuchtungssysteme realisiert. Es ist absehbar, dass in Zukunft die Beleuchtung eines Betriebs in der geplanten Neuerung der Energieeinsparverordnung eine gewichtige Rolle einnehmen wird. Die Beleuchtung wird im Fortgang mutmaßlich als gebäudetechnisches System gewertet werden, wodurch die Verrechnung des Energiebedarfs der Beleuchtung mit anderen Technologien wie der Heizung oder der Klimaanlage entfällt. Daher gilt es, die technischen Innovationen zu nutzen, um Kosten einzusparen. 

Zudem ist geplant, die vorgegebenen Wartungszyklen deutlich zu verkürzen. Hintergrund der Maßnahme ist die Vermeidung von nicht betriebsbereiten Leuchten und Systemen sowie die damit einhergehende Reduzierung von Elektroschrott. 

Vorzüge der Miete von Lichtsystemen 

Die Deutsche Lichtmiete unterstützt Industrieunternehmen bei der nachhaltigen Umstellung auf moderne LED-Technologie im Rahmen der Miete von Beleuchtungssystemen. Antrieb des Unternehmens ist es, das Klima zu schützen – deshalb werden Leuchten mit höchstmöglicher Lebensdauer von bis zu 100.000 Stunden verwendet und beschädigte Komponenten sortenrein recycelt. Neben der Ausrichtung der Unternehmensphilosophie anhand des ökologischen Fußabdrucks verpflichtet sich die Deutsche Lichtmiete zu den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen. 

Die Miete von Lichtsystemen verhindert eine unnötige Kapitalbindung. Somit ist keine Anfangsinvestition zur Umrüstung nötig. Opportunitätskosten entstehen nicht. Finanzielle Mittel können zur Stärkung der Marktposition verwendet werden. Des Weiteren sind die monatlichen Energiekosten über Monate im Voraus planbar. Hinzu kommt die Kostenreduktion durch eine geringere Zahl an Unfällen und dem Ersetzen maroder Technik. Diese Maßnahmen resultieren in der Senkung des Stromverbrauchs sowie der CO2-Emissionen. Das ist wichtig, da Nachhaltigkeit und der ökologische Fußabdruck zunehmend bedeutsam in der Entscheidungsfindung eines Unternehmens sind. Die Positionierung als klimabewusstes Industrieunternehmen steigert die Reputation immens. So ist selbst das Erschließen neuer Kundenstämme möglich. 

Da im Mietmodell der Deutschen Lichtmiete die Wartung inkludiert ist, sinkt die Ausfallwahrscheinlichkeit einzelner Komponenten signifikant. Das beinhaltet eine höhere Lebensdauer der Leuchten und die Vermeidung von nicht recycelbarem Müll. Es ist anzunehmen, dass auch dieser Fakt bei den Verbrauchern eine gewichtige Rolle spielen wird. 

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