Zerspanen
Auf den Punkt gebracht
Beim Spannen von Vorrichtungen im Rahmen einer Automatik- und Palettenwechselfertigung sind vor allem drei Forderungen im Auge zu behalten: Die Vorrichtung muss sicher fixierbar sein, ihre Lage muss sehr exakt festgelegt werden können und es muss immer möglich sein, rasch auf eine andere Vorrichtung umzurüsten. Diesen Vorgaben wird ein Nullpunkt-Spannsystem von Schunk gerecht, das insbesondere auf das Zeit sparende Umbauen von Vorrichtungen oder Palettenwechselsystemen im automatischen Betrieb zielt. Jedes System besteht aus einem Zentrier- und Spannring, der sich in der zu spannenden Vorrichtung oder Palette befindet, sowie aus einem Spannmodul im Maschinentisch oder im Maschinen-Grundtisch.
Auf 0,005 Millimeter genau
Für die genaue Lagefestlegung der Zentrierringe gegenüber dem Spannmodul ist ein Kurzkegel zuständig, der Wechselwiederholgenauigkeiten von mindestens 0,005 Millimetern ermöglicht. Die zweite Hauptaufgabe, nämlich die Fixierfunktion, erfüllen zwei Spannkeile, die formschlüssig zu Werke gehen und selbsthemmend agieren. Im Normalfall ist der Zentrierring also per Federkraft im Modul gespannt. Um dies aufzuheben, muss eine pneumatische Entriegelung erfolgen, die mit 6,0 bar beaufschlagt wird.
Der Luftanschluss wird daneben benötigt, um ein Abblassystem zu versorgen, das alle An- und Auflageflächen des Nullspannungssystems von Spänen befreit und stets sauber hält. Und noch eine dritte Funktion wird pneumatisch wahrgenommen: Per Staudruckmessung lässt sich ermitteln, ob der Zentrierring richtig am Spannmodul anliegt.
Bleibt noch zu erwähnen, dass das System laut Hersteller besonders robust sein soll, was zusammen mit der erwähnten respektablen Wechselwiederholgenauigkeit ein breites Einsatzspektrum auch unter widrigen Bedingungen bei gleichzeitig hohen Präzisionsansprüchen abdecken sollte. Als Einzugskraft des Systems werden 25 Kilonewton genannt, die Haltekraft liegt bei 75 Kilonewton.rm/ms








