Zerspanen
Hohe Flexibilität und Produktivität
vereint der neuentwickelte Mehrspindel-Drehautomat SCX-26 von Schütte. Mit der Maschine gelang es, so Dr.Albert Herrscher, Mitglied der Schütte-Geschäftsleitung, die bisherigen Nachteile von Mehrspindel-Drehmaschinen zu beseitigen. Bei der Entwicklung wurden nach seinen Aussagen Merkmale wie Schnelligkeit, Steifigkeit, Zuverlässigkeit und Produktivität mit modernen Anforderungen wie Funktionalität, Präzision, Flexibilität, Rüstfreundlichkeit und Bedienbarkeit vereinigt. Die Spindeltrommel, Herzstück jeder Mehrspindel-Drehmaschine, wird durch eine dreiteilige Hirth-Verzahnung in jeder Schaltstellung positionssicher verriegelt. Die Drehspindeln sind als flüssigkeitsgekühlte Motorspindeln ausgeführt und erlauben für jede der Spindeln voneinander unabhängige Drehzahlen. Durch den symmetrischen Spindelkastenaufbau sind Anordnung und Ausführung der Bearbeitungseinheiten in jeder Bearbeitungslage gleich und Einrichtungen und Werkzeuge lagenunabhängig einsetzbar. Das Maschinenkonzept verbannt alle Führungen und Antriebe aus dem Arbeitsraum. Auch Kühlmittelschläuche, Schmierleitungen und elektrische Kabel sind innerhalb des Zerspanungsraumes nicht zu finden. Damit wird das Ein- und Umrüsten der Maschine erleichtert, schnelle Werkzeugwechselzeiten erhöhen den Nutzungsgrad.
Neue Dimensionen eröffne das Maschinenkonzept, so Albert Herrscher, hinsichtlich der Bearbeitung der zweiten Werkstückseite, also der Abstichseite. Ermöglicht wird dies durch die Übergabe des abgestochenen Werkstücks in einen neuen Arbeitsraumbereich. Hier erfolgt die Bearbeitung der zweiten Werkstückseite in zwei weiteren Bearbeitungsstationen. Der Werkstücktransfer in die beiden Bearbeitungsstationen erfolgt durch die Gegenspindel. Dabei bleibt das Werkstück während der Zweitseitenbearbeitung in seinem Futter eingespannt und wird ohne Umspannfehler weitertransportiert. Die Mehrfachverwendung von Werkzeugköpfen, Einrichtungen und Werkzeugen spart Kosten und schafft Flexibilität in der Gestaltung und Aufteilung der Bearbeitungsprozesse. Der Komplettbearbeitung komplexer Werkstücke seien, so Herrscher, durch die Fülle an bereitgestellten Funktionen kaum Grenzen gesetzt. Als Steuerungssystem wird die Sinumerik 840D eingesetzt. hs








