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Artikel und Hintergründe zum Thema

Zerspanen

Unglaublich schlank

Funkenerosive Bohrmaschinen sind Senkerodiermaschinen, die eingesetzt werden, um Startlochbohrungen für das Drahterodieren zu setzen oder um Bohrungen herzustellen, die besonders klein sind und ein außergewöhnliches Längen/Durchmesser-Verhältnis haben. Der Fachmann spricht von Aspektverhältnis, das bei der funkenerosiven Tieflochbohrmaschine Präzidrill von Agie bis 300 reicht.

Das heißt, eine Bohrung von 0,3 mm Durchmesser kann 90 mm tief gebohrt werden. Die Maschine erreicht auch eine hohe Genauigkeit: Als Abweichung von der Rechtwinkligkeit einer 100 mm tiefen Bohrung wird „kleiner 0,1 mm“ genannt. Bohren lassen sich elektrisch leitende Werkstoffe unabhängig von ihrer Grundhärte, so auch Hartmetall, polykristalliner Diamant, Stahl weich und hart, Grafit, Molybdän, Aluminium, Titan, hoch-wolframhaltige Legierungen (z.B. Densimet), Messing und Kupfer. Mit der Präzidrill werden von den Anwendern Startlochbohrungen oder Funktionsbohrungen, so für das Kühlen, Schmieren, Auswerfen oder Entlüften eingebracht. Die Maschine ist für Elektrodendurchmesser ab 0,15 mm ausgelegt. Ein Anwendungsbeispiel ist ein Block mit gestapelten Niob-Blechen. Die Bleche sind jeweils 0,10 mm dick, 300 Bleche liegen übereinander. Eingebracht werden 26 Bohrungen mit einer Elektrode von 0,5 mm Durchmesser. Außerdem sind 56 Startbohrungen mit einem Durchmesser von 1,5 mm herzustellen. Dies ist der erste Fertigungsvorgang für das funkenerosive Ausschneiden von Zahnspangen-Elementen. Der gestapelte Block hat die Abmessungen von 120 mm x 50 mm x 30 mm. Durch die Stapelung ergeben sich kurze Bearbeitungszeiten, hier 0,4 s pro Bohrung und Blech. Der Generator wirkt im Normalfall so, dass Verschleiß fast nur frontseitig und kaum seitlich an der Elektrode eintritt. Dadurch wird vermieden, dass Elektrode und Bohrung konisch zulaufen. Für ein harmonisches Verhältnis zwischen Abtrag und Vorschub sorgt der Servoantrieb an der Rotationsspindel in Z. Mit im Spiel ist das Dielektrikum Wasser, das bei einer Elektrode von 0,5 mm Durchmesser, gespeist von einem Pumpenbetriebsdruck von 12 MPa, aus der Rohrelektrode austritt. Es dauert nur etwa 2 min, bis die Bohrung über die Höhe von rund 40 mm (inklusive Spannplatten) eingebracht ist.hs

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