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PKD-Bohrwerkzeuge mannlos fertigen

Walter Prototyp, eine Kompetenzmarke der Walter AG, produziert seine neuen PKD- Bohrwerkzeuge (Polykristalliner Diamant) auf Maschinen von Vollmer, Spezialist für Schleif- und Erodiermaschinen. Rund um die Uhr und mannlos.

Die Produktreihe Walter PCD-Vein-Drills fertigt die Walter AG mit der Vollmer Schärfmaschine QXD 200. Michael Kaltenbach (links), Bereichsleiter PKD, und Stefan Rauer, Maschinenbediener, sind zufrieden mit der Schärfe des PKD-Bohrwerkzeug.

Mit der Vollmer Universalmaschine QXD 200 und der Software ExLevel lassen sich die PKD-Bohrwerkzeuge der neuen Produktreihe Walter PCD-Vein-Drills rund um die Uhr in hoher Stückzahl mannlos fertigen. PKD-bestückte Schneidkanten erzielen vor allem bei hochabrasiven Verbundwerkstoffen, wie sie im Automobilbau oder der Luft- und Raumfahrtindustrie eingesetzt werden, hohe Standzeiten bei präziser Bearbeitung.

"Die Vorteile der modernen Verbundwerkstoffe liegen auf der Hand - sie sind leicht, flexibel in der Verarbeitung und widerstandsfähig im Gebrauch", sagt Michael Kaltenbach, bei Walter Prototyp in Zell am Harmersbach. "Jedoch stellt deren Verarbeitung unsere Kunden immer wieder vor enorme Herausforderungen, denn durch die hochabrasive Wirkung der Werkstoffe nutzen sich Schneidkanten schnell ab und werden stumpf. Dank unserer speziellen PCD-Vein-Technologie lassen sich jedoch die Standzeiten der Werkzeuge bis zum 40-fachen im Vergleich zu Standard-HM-Werkzeugen erhöhen."

Verbundwerkstoffe aus Glas- oder Kohlenstofffasern bestimmen derzeit den Markt, um energieeffiziente Autos, Schiffe oder Flugzeuge zu bauen. Auch Gebäude, Windkraftanlagen oder Fahrräder werden mit den geschmeidig robusten Materialien gefertigt. Doch die stark abrasive Wirkung der Werkstoffe erfordert widerstandsfähige Werkzeuge. Wenn es um Bohrwerkzeuge aus Hartmetall und PKD geht, zählt Walter zu den weltweiten Technologie- und Marktführern. Vor kurzem wurde die neue Produktreihe Walter PCD-Vein-Drills vorgestellt - ein Angebot unterschiedlicher PKD-Bohrwerkzeuge für die Bearbeitung von Verbundwerkstoffen sowie deren Verbindung mit Metallen (Stacks). Produziert werden die PKD-Werkzeuge mit der Vollmer Erodiermaschine QXD 200, die PKD-Schneidkanten automatisch und mannlos in einer Aufspannung erodieren und schleifen kann.

Speziell für die Fertigung der PKD-bestückten Bohrer verwendet Walter Prototyp die Software ExLevel. Vollmer hat sie eigens für den Einsatz auf der QXD 200 entwickelt, um PKD-Schneidkanten mit komplexen Geometrien zu bearbeiten. Die bohrerspezifischen Daten für Hauptschneide, Ausspitzung und Nutgeometrie geben Ingenieure am PC oder der Bedienoberfläche ein. Simulieren, vermessen, erodieren und schleifen erledigt das Duo aus QXD 200 und ExLevel in einem Kombiprozess. Wichtig für Walter Prototyp ist, dass die Simulation der Bohrerfertigung auf einem durchgängigen 3D-Volumenmodell basiert. Für die Softwareprogrammierung hat Vollmer Erodier- und Schleifprozess gleichrangig behandelt, um Simulation und Realität besser aufeinander abzustimmen. So ist gewährleistet, dass bildhaft gesprochen das simulierte und das gefertigte PKD-Bohrwerkzeug wie ein Ei dem anderen gleichen.

"Walter Prototyp zeigt beispielhaft, wie universell sich unsere Universalmaschine QXD 200 einsetzen lässt und selbst den komplexen Schleif- und Erodierprozess von komplexen gekrümmten PKD-Schneidkanten präzise steuern kann", sagt Dr. Stefan Brand, Geschäftsführer der Vollmer Gruppe. "Unser Ziel ist es im PKD-Umfeld, die rasante Entwicklung unserer Kunden zu immer ausgereifteren Werkzeugen eng zu begleiten. Denn am Ende der Wertschöpfungskette steht eine Fertigungsindustrie, deren Produkte immer energieeffizienter und stabiler werden müssen - und dafür legt unsere Technologie den Grundstein." kf

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