Wirtschaft + Unternehmen
Vorbild mit Mut und Ideen
Karoline Beck ist Geschäftsführende Gesellschafterin der IWG Isolier Wendt GmbH Berlin
Eine Unternehmerin wie aus einem betriebswirtschaftlichen Lehrbuch: zielstrebig, kämpferisch, einfallsreich, mutig, rational. Wo die junge und attraktive Frau auftaucht, packt sie an. Den Familienbetrieb hat sie wieder auf Vordermann gebracht.
Karoline Beck kaufte 1999 den maroden, vom Ururgroßvater gegründeten Familienbetrieb von externen Investoren zurück und stellte ihn strategisch neu auf: weg von der handwerklich intensiven Isolierung für das Einfamilienhaus, hin zu Industrieprojekten im Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutz. Die damals 27-Jährige gab dem Unternehmen ein neues Profil und machte es innerhalb weniger Jahre zu einem international ausgerichteten Spezialisten für Umwelt und Isoliertechnik. Seither betreibt die Diplomkauffrau zielstrebig, ideenreich und mit Erfolg die einst visionäre Neuausrichtung zu einem modernen Technologieunternehmen. Derzeit macht die Firma 5,8 Millionen Euro Jahresumsatz mit 50 Mitarbeitern. Seit 2001 ist der Umsatz um 75 Prozent gestiegen, und auch die weiteren Aussichten stehen auf Wachstum.
Für ihre Arbeit erntet die junge Mutter zweier Kinder viel Anerkennung: 2004 wurde Karoline Beck als erste Frau an die Spitze des Bundesverbandes Junger Unternehmer gewählt; dieses Amt übte sie zwei Jahre aus. 2005 erhielt sie von „karriere“ eine Auszeichnung als beste Nachwuchsmanagerin Deutschlands. In diesem September nahm sie in Berlin den Victress Award 2007 in der Kategorie Vorbild (Role Model Award) entgegen; dieser hochkarätige Preis wird an Frauen verliehen, die außergewöhnlich erfolgreich einen Unternehmensbereich oder ein Unternehmen leiten, eine gesunde Work-Life-Balance haben und auf diese Weise ein Vorbild für ambitionierte weibliche Nachwuchskräfte sind. Karoline Beck setzte sich gegen zwei weitere Kandidatinnen durch und sagte zu ihrer Auszeichnung: „Es macht mich stolz, die Rolle eines Vorbilds einzunehmen. Mit Mut und Zielstrebigkeit können Frauen überall erfolgreich sein. Und sie können sehr wohl mit harten Bandagen kämpfen, ohne dabei ihre Weiblichkeit zu verleugnen.“ Ausgleich zum beruflichen Alltag findet die Berlinerin in kulturellen Aktivitäten. pb
Quelle: Victress Initiative e.V. Berlin, http://www.victress.de
Bundesverband Junger Unternehmer, http://www.bju.de








