Wirtschaft + Unternehmen
Gefestigt
Er konnte gleich mit einer guten Nachricht beginnen: Die vor einem Jahr an selber Stelle geäußerte Befürchtung des Volumenrückgangs in der Intralogistik ist nicht eingetreten. Das Wachstum im vergangenen Jahr wird von ihm auf cirka drei Prozent geschätzt und die Bedeutung der Intralogistik sieht er in den nächsten Jahren um fünf bis sechs Prozent wachsen. Dazu noch mal C. Hahn-Woernle: „Wir erwarten für das vergangene Jahr, dass 1.500 Unternehmen in Europa mit rund 150.000 Beschäftigten gut 22,7 Milliarden Euro umgesetzt haben. Das entspricht einem Wachstum von drei Prozent.“ Dr. Wolfram Grafe, Stöcklin Logistik, Netphen, meint zu dem einjährigen Jubiläum: „Knapp ein Jahr ist vergangen, als sich der Begriff „Intralogistik“ anschickte, die Öffentlichkeit zu erobern, verkörpert der Begriff doch all das, was bislang nicht mit einem Wort erklärbar war. Spätestens mit der neuen CeMAT 2005 wird auch die breite Öffentlichkeit eine neue Akzeptanz und ein neues Verständnis für die Intralogistik entwickelt haben.“
Erfreulich ist außerdem, dass wichtige Bereiche der Fördertechnik wie Krane, Serienhebezeuge und Flurförderzeuge Zuwachsraten aufweisen. Deutschland nimmt innerhalb der europäischen Intralogistik Branche mit einem Marktanteil von etwa fünfzig Prozent einen Spitzenplatz ein und hat die Möglichkeit, den Platz zu behaupten und weiter auszubauen. Laut Cristoph Hahn-Woernle ist die deutsche Intralogistik Branche – wie der deutsche Maschinenbau insgesamt – nach wie vor Exportweltmeister. Neben den bekannten Exportmärkten wie Frankreich, USA und Großbritannien hat sich China auf Platz sechs unter den Top Ten der Exportmärkte platziert.
Wachsendes Interesse
Die Anzahl der Firmen, die sich im Lenkungskreis des Forum Intralogistik engagieren, hat sich seit der Gründung 2004 nahezu verdoppelt. Auch andere Verbände und deren Mitgliedsfirmen haben großes Interesse an einer Zusammenarbeit gezeigt, zum Beispiel die Anbieter von Verpackungsmaschinen. Es gibt in dem Forum drei Arbeitskreise: Marktdaten und Statistiken, Innovation und Standardisierung und der Campus Intralogistik. Gerade vom letzteren erwarten die Mitgliedsfirmen einen stärkeren Zuspruch für die Branche. Denn die Technologie orientierte Intralogistik benötigt qualifizierte Mitarbeiter und Spezialisten die Fächer übergreifende Kenntnisse in Fördertechnik, Unternehmenssteuerung und innerbetrieblichen Prozessen, Software sowie Automatisierung haben. Deshalb wurde die Wissenschaftliche Gesellschaft Technische Logistik (WGTL) gegründet. In ihr haben sich die Institute von elf deutschen Universitäten zusammengeschlossen um die Intralogistik als wissenschaftliche Disziplin zu fördern. Damit hat die Intralogistik Branche einen Partner auf wissenschaftlicher Seite. Zum Thema meint Ulrich Balbach, Leuze electronic, Owen-Teck: „Der bewusste Dialog über die Grenzen einzelner technischer Disziplinen hinaus, ist der beste Nährboden für Innovation. Den, gepaart mit den hervorragenden technologischen und wissenschaftlichen Grundvoraussetzungen am Logistik-Standort Deutschland, zu fördern, sehen wir als eine der wesentlichen Aufgaben des Forum Intralogistik und seiner Mitglieder.“
Zum Schluss noch ein Zitat das uns von handling in unserem eingeschlagenen Weg bestärkt. Dr. Christoph Beumer, Beumer Maschinenfabrik, Beckum: Die Fachzeitschrift handling war die erste die den Begriff Intralogistik konsequent in ihre Titelzeile übernommen hat.“ ma









