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WSM: Michael Schädlich neuer Präsident
Michael Schädlich (60) ist neuer Präsident des Wirtschaftsverbands Stahl- und Metallverarbeitung. Die Mitgliederversammlung hat Schädlich, der die Nachfolge von Ulrich Galladé antritt, heute in Düsseldorf einstimmig für die laufende Amtsperiode bis Juni 2012 gewählt.
Schädlich will sich in seiner Amtszeit unter anderem intensiv für bezahlbare Energiepreise einsetzen. "Unsere mittelständischen Betriebe leisten sehr viel - oft von der Öffentlichkeit unbemerkt, manche als Hidden Champions. Sie brauchen vernünftige Rahmenbedingungen und mehr Freiraum, um national und international weiterhin erfolgreich zu sein", sagte er bei seiner Amtseinführung. In diesem Zusammenhang weist er auf die zu Jahresbeginn gestiegenen Energiekosten durch die Förderung erneuerbarer Energien hin: "Wir befürworten eine nachhaltige, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung. So ist die Energieeffizienz in den Unternehmen sehr weit fortgeschritten. Aber die neuen Zusatzbelastungen durch die EEG-Umlage gerade für kleine und mittelständische Betriebe sind überproportional hoch." Weiterhin werde er sich für eine faire Gestaltung der Lieferkette sowie optimale Bedingungen für die Unternehmensfinanzierung und die Internationalisierung der Unternehmen einsetzen. Auch für das Image der Branche müsse mehr getan werden, um als Arbeitgeber attraktiv zu sein.
Von 1996 bis 2010 leitete Michael Schädlich die Unternehmensgruppe Dorma, einer der Weltmarktführer für moderne Türbeschlagsysteme. Unter seiner Führung expandierte das Unternehmen stark im Ausland, der Umsatz verdreifachte sich. Schädlich promovierte 1976 in Hamburg in Physik. Vor seinem Einstieg in die Geschäftsleitung von Dorma 1994 war Schädlich für die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Essen, die Krupp Atlas Elektronik GmbH, Bremen, für die Digital Equipment GmbH, München, und die Krone AG, Berlin, tätig. Heute ist Schädlich u. a. Vorsitzender des Beirats der Unternehmensgruppe Altenloh, Brinck & Co (ABC) in Ennepetal, Mitglied in einem WSM-Fachverband.
Der gebürtige Wuppertaler ist verheiratet und hat zwei Kinder. Der passionierte Segler möchte sein Amt sach- und ergebnisorientiert angehen. "Einzelne Interessen sollten nicht den Blick auf das Gesamtbild verstellen." lg









