Wirtschaft + Unternehmen

Wirtschaftsverband für Industrieservice (WVIS): Sparen mit Outsourcing

Industrieservice-Unternehmen rechnen für die nächsten Jahre mit einem Auftragswachstum von sieben bis acht Prozent. Das geht aus dem aktuellen Branchenmonitor 2011 hervor, den der Wirtschaftsverband für Industrieservice (WVIS) aus Düsseldorf im Oktober veröffentlicht hat.

Der Kostendruck im globalisierten Wettbewerb führe dazu, dass sich immer mehr Unternehmen auf ihre Kernkompetenzen rückbesinnen, zeigt sich Reinhard Maaß, Geschäftsführer des WVIS, überzeugt. "Deshalb sind sie auf Partner angewiesen, die dank hoher Spezialisierung Teilaufgaben einfach kostengünstiger und vielleicht auch besser lösen können". In der chemischen und in der Mineralölindustrie sei bereits jeder fünfte Arbeitsplatz an einen Dienstleister outgesourct. Auch Konzerne der Kraftwerks-, Energie- und Umwelttechnik sowie die Automobilindustrie setzten vermehrt auf Arbeitsteilung.

Die Experten schätzen das Marktvolumen des Industrieservice in Europa auf 100 Milliarden Euro. Nach der Wirtschafts- und Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009 seien die Umsätze teils zweistellig gestiegen. Diese Entwicklung setze sich im laufenden Jahr fort, berichtet Maaß: "Anders noch als im Nachkrisenjahr 2010, als viele Unternehmen beim Outsourcing noch zurückhaltend waren, sind die Erwartungen der Branche jetzt weithin von Wachstum geprägt."

Die meisten Industriedienstleister warten Großanlagen. Die WVIS-Mitglieder, 24 industrielle Dienstleister mit über 100.000 Beschäftigten, erzielen damit laut Branchenmonitor rund 45 Prozent ihres Umsatzes. Dabei sei es wichtiger denn je, eine hohe Ausfallsicherheit zu gewährleisten, erklärt Robert Keller, Director Business Services bei Bizerba. "Deshalb ist unsere Hotline selbst an Wochenenden und Feiertagen rund um die Uhr erreichbar. Techniker sorgen rund um die Uhr für eine Störfallbeseitigung". lg

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