Wettbewerb um Negativpreis

Plagiarius: Dreiste Fälschungen gesucht

Das Geschäft mit Plagiaten und Fälschungen boomt. Die Aktion Plagiarius hat zum 42. Mal den Plagiarius-Wettbewerb ausgerufen. Der Neagtivpreis soll die unfairen und teils kriminellen Geschäftspraktiken von Nachahmern ins Bewusstsein rücken.

Trophäe des Schmähpreises Plagiarius ist ein schwarzer Zwerg mit goldener Nase. (Bild: Aktion Plagiarius)

Bereits zum 42. Mal schreibt die Aktion Plagiarius nun den Plagiarius-Wettbewerb aus. Unternehmen, Designer und Erfinder haben wieder die Möglichkeit, ihre Originalprodukte sowie vermeintliche Nachahmungen einzureichen und den Plagiator – sei er Hersteller oder Händler - als Preisträger des Negativpreises vorzuschlagen.

Der Negativpreis Plagiarius rückt seit 1977 die unfairen und teils kriminellen Geschäftspraktiken von Nachahmern ins öffentliche Bewusstsein. Trophäe des Schmähpreises ist ein schwarzer Zwerg mit goldener Nase - als Symbol für die immensen Gewinne, die die Produktpiraten sprichwörtlich auf Kosten kreativer Designer und innovativer Hersteller erwirtschaften.

Bevor die jährlich wechselnde Experten-Jury aus allen Einsendungen die Preisträger wählt, werden die vermeintlichen Plagiatoren schriftlich auf ihre Nominierung hingewiesen und erhalten die Möglichkeit zur Stellungnahme. Neben allgemeinen fallbezogenen Informationen fließen auch diese Reaktionen – sofern genutzt – mit in die Bewertung ein.

Der Bekanntheitsgrad des Plagiarius habe über die Jahre hinweg regelmäßig abschreckende Wirkunggezeigt, so dass sich die Teilnahme am Wettbewerb für viele Betroffene als erfolgreich erwiesenhabe, erklärte der Veranstalter: Die Angst vor öffentlicher Blamage habe schon so manchen Plagiator dazu gebrachteine Einigung mit dem Originalhersteller zu suchen und Restbestände vom Markt zu nehmen, eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben oder Lieferanten preiszugeben. Außerdem setzen die teilnehmenden Firmen und Designer ein Signal nach außen, dass sie sich gegen plumpe Nachahmungen wehrenund diePlagiatorenkonsequent zur Rechenschaft ziehen. Praxis-Beispiele von Produkt- und Markenpiraterie seien wichtig für die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und der Konsumenten, betonte der Verein.

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Die Preisverleihung findet im Rahmen einer Pressekonferenz am 9. Februar 2018 auf der Konsumgütermesse "Ambiente"in Frankfurt statt. Während der Messe werden alle eingereichten Originale und Plagiate im Foyer 5.1 / 6.1 ausgestellt. Anschließend werden die Preisträger-Produkte imMuseum Plagiariusin Solingen sowie bei weltweiten Wanderausstellungen präsentiert.

Anmeldungen werden ab sofort entgegen genommen, Einsendeschluss ist der 30. November. Das Anmeldeformular sowie die Teilnahmebedingungen können unter www.plagiarius.com in der Rubrik Wettbewerb heruntergeladen werden. as

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