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VDMA: Maschinenbau muss sein Know-how selbst schützen
Die jüngst bekannt gewordenen Spionageaktivitäten durch amerikanische und britische Geheimdienste rufen auch den VDMA auf den Plan. "Gerade die Fokussierung auf den Süden und Westen von Deutschland, in denen viele unserer "Hidden Champions" sitzen, lässt die Sorge aufkommen, dass auch gezielt Wirtschafts- und Industriespionage betrieben wird," erklärt Rainer Glatz, Geschäftsführer der VDMA-Arbeitsgemeinschaft Produkt- und Know-how-Schutz.
Der Verlust von elementarem Know-how um Prozesse, Produkte, Märkte und Kunden bedrohe den gesamten deutschen Maschinen- und Anlagenbau. Neben der existentiellen Bedeutung für jeden Unternehmer sei die deutsche Wirtschaft in Gänze betroffen - der geschätzte Schaden liege laut Bundesamt für Verfassungsschutz bei ca. 30-60 Milliarden Euro pro Jahr. Tendenz steigend, berichtet der Verband.
Eine VDMA-Umfrage zum Status quo des Produkt- und Know-how-Schutzes, an der Anfang des Jahres knapp 200 Mitgliedsunternehmen teilgenommen haben, mache deutlich, "dass die vorhandenen Ansätze zum Know-how-Schutz nicht den wachsenden Bedrohungen und Anforderungen entsprechen", so Glatz. "Bereits knapp ein Viertel der befragten Unternehmen schätzt bei Know-how-Diebstahl den Schaden auf mehr als eine Million Euro je Vorfall, knapp die Hälfte der Befragten sehen Know-how-Schutz als überlebenswichtig für ihr Unternehmen an. Die Bedrohung durch Wirtschaftsspionage wurde mit 32 Prozent noch nicht so hoch bewertet", berichtet Glatz. Wesentlich kritischer wurden Bedrohungen durch Ex-Mitarbeiter (74%) oder direkte Wettbewerber (78%) eingestuft. "Diese Einschätzung dürfte sich vor der aktuellen Diskussion sicherlich massiv verändern", erklärte Glatz. kf





