Wirtschaft + Unternehmen

Umsatz: Trumpf übertrifft Vorkrisen-Bestmarke

Die Trumpf Gruppe hat den höchsten Umsatz ihrer Unternehmensgeschichte erzielt und rechnet auch im neuen Geschäftsjahr trotz sich eintrübender Konjunktur mit leichtem Wachstum. Dies gab das Unternehmen gestern bei seiner Bilanzpressekonferenz im schwäbischen Ditzingen bekannt.

Unternehmenschefin Nicola Leibinger-Kammüller: "Trumpf hat davon profitiert, dass viele Kunden Investitionen nachgeholt haben, die während der Krisenjahre unterblieben waren."

Der Werkzeugmaschinen-, Laser- und Medizintechnikhersteller hat im Ende Juni abgeschlossenen Geschäftsjahr 2011/12 einen Umsatz von 2,33 Milliarden Euro erwirtschaftet. Gegenüber dem Vorjahresumsatz von 2,02 Milliarden Euro entspricht dies einem Plus von 15 Prozent. Damit hat das Unternehmen seine bisherige Bestmarke von vor der Krise übertroffen.

"Trumpf hat davon profitiert, dass viele Kunden Investitionen nachgeholt haben, die während der Krisenjahre unterblieben waren", erklärte Unternehmenschefin Nicola Leibinger-Kammüller bei der Vorstellung der Zahlen. Dank seiner hochflexiblen Produktionssysteme habe das Unternehmen in dieser Zeit schnell von Krise auf Aufschwung umstellen können und dadurch weltweit Marktanteile gewonnen.

Auch beim Auftragseingang legte das Unternehmen 2011/12 zu. Mit 2,35 Milliarden Euro lag er ebenfalls deutlich über den 2,22 Milliarden Euro aus dem Vorjahr. Der Gewinn stieg ebenfalls: Nach 185 Millionen im Jahr zuvor steigerte Trumpf 2011/12 sein Vorsteuer-Ergebnis um 13,8 Prozent auf 211 Millionen Euro.

Bei den Werkzeugmaschinen, dem größten Geschäftsbereich, steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 17 Prozent auf 1,89 Milliarden Euro. Der Geschäftsbereich Laser und Elektronik verbesserte seinen Erlös um 14,8 Prozent auf 727 Millionen Euro. Die Medizintechnik-Sparte des Unternehmens wuchs um 4,4 Prozent auf 184 Millionen Euro Umsatz.

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Die größten regionalen Einzelmärkte des Unternehmens waren im vergangenen Geschäftsjahr Deutschland (Umsatzzuwachs +14 Prozent auf 671 Millionen Euro), die USA (+23 Prozent auf 274 Millionen Euro) und China (+9 Prozent auf 186 Millionen Euro).

Derzeit konstatiert auch Trumpf eine Eintrübung des weltweiten Konjunkturklimas. "Wir stellen fest, dass einige Kunden trotz voller Auftragsbücher ihre Investitionen zurückhalten, weil sie durch die Euro-Staatsschuldenkrise verunsichert sind", so Leibinger-Kammüller. "Dennoch streben wir auch in unserem neuen Geschäftsjahr weiteres Wachstum an, da wir in den entscheidenden Märkten gut positioniert sind."

So habe Trumpf zum Beispiel seine Produktionsflächen in China verdoppelt. Und auch in den USA sei das Unternehmen bereits in den vergangenen Monaten gegen den allgemeinen Trend stark gewachsen. Selbst in problematischen Märkten wie Spanien habe man zulegen können. Leibinger-Kammüller: "Auch wenn die Zeiten im Moment eher schwieriger werden, gibt es in vielen regionalen oder technologiebezogenen Märkten gute Chancen - und die wollen wir so gut es geht wahrnehmen."

Trumpf hat im vergangenen Geschäftsjahr über 1.000 neue Stellen geschaffen, davon mehr als die Hälfte in Deutschland. Die Mitarbeiterzahl des Unternehmens stieg auf 9.555.

Das Unternehmen investierte 153 Millionen Euro (Vorjahr 61 Millionen Euro) in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung stiegen um 22,4 Prozent auf 193 Millionen Euro (Vorjahr 158 Millionen Euro). Die F+E-Quote stieg damit auf 8,3 Prozent und ist annähernd doppelt so hoch wie der Branchendurchschnitt. 1.352 Mitarbeiter sind in Forschung und Entwicklung tätig - 17 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Leibinger-Kammüller: "Wir leisten uns derart hohe Zukunftsinvestitionen, weil wir nur so unseren technologischen Vorsprung dauerhaft halten können." kf

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