Wirtschaft + Unternehmen

Triton trennt sich von Dematic

In neuen Händen: Dematic-Technik wird an Investoren verkauft.

Von Triton beratene Fonds verkaufen Dematic an die Finanzinvestoren AEA Investors (AEA) und Teachers Private Capital (TPC), den auf Private Equity spezialisierten Teil des kanadischen Pensionsfonds Ontario Teachers's Pension Plan. Im Zuge des Verkaufs werden die bestehenden Anleihen in Höhe von rund 450 Millionen Euro zurückgezahlt. Dematic erwirtschaftet mit seinen 4.500 Mitarbeitern weltweit einen Umsatz von rund eine Milliarde Euro und zählt internationale Großkonzerne zu seinen Kunden. Über den Verkaufspreis haben die beteiligten Parteien Stillschweigen vereinbart.

"Wir sind heute besonders gut in den beiden Wachstumsmärkten Einzelhandel und E-Commerce aufgestellt. AEA und TPC haben die Erfahrung, die Expertise und das Kapital unsere Wachstumsstrategie in diesen beiden attraktiven Märkten zu unterstützen", sagte Roar Isaksen, Präsident und CEO von Dematic.

Triton hatte Dematic 2006 von Siemens erworben. Dort war Dematic ein unrentables Randgeschäft. Seitdem hat das Unternehmen das Ergebnis sukzessive gesteigert. "In den letzten sechs Jahren haben das Management, der Aufsichtsrat und der Betriebsrat, sowie alle Mitarbeiter hervorragende Arbeit geleistet. Sie alle haben dazu beigetragen, Dematic zu einem profitablen Weltmarktführer für Intralogistik auszubauen. Dematic ist heute technologisch und geografisch hervorragend für die Zukunft aufgestellt", sagte Peder Prahl, Vorsitzender der "General Partner" des Triton II Fond. "Wir danken allen Mitarbeitern für die ausgezeichnete Zusammenarbeit in den letzten sechs Jahren. "

Mit der Unterstützung von Triton hat Dematic erhebliche Investitionen getätigt und die Aktivitäten in den USA und Deutschland in den Jahren 2007 und 2008 restrukturiert. Dadurch konnte das Unternehmen die Finanzkrise im Jahr 2009 meistern.

Im Zuge der Neuausrichtung hat Dematic Strukturen vereinfacht, Entscheidungsprozesse verkürzt und Kostenstrukturen sowie operative Effizienz verbessert. Darüber hinaus hat Dematic die Forschung- und Entwicklungsausgaben deutlich erhöht. Dematic hat seine selbst erklärte internationale Marktführerschaft zudem durch die Akquisition von HK Systems in 2010 und den Ausbau der neuen Produktion in Suzhou (China) kontinuierlich erweitert. Der Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen Behörden. Der Abschluss der Transaktion wird im Januar 2013 erwartet. bw

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