Wirtschaft + Unternehmen
Transparenz in der Kette
Der Bundesverband Logistik (BVL) lädt am 14. und 15. September zu den 28. Dortmunder Gesprächen in das Kongresszentrum der Westfalenhallen Dortmund. Das Thema Logistics on Demand verdeutlicht die Bedeutung der Informationstechnologien (IT) für die Logistik. Ein Fokus liegt in diesem Jahr auf anwendungsorientierten und flexiblen Logistiksystemen. So können sich Verantwortliche der Branche bei den Dortmunder Gesprächen über neue Technologielösungen und Trends zur Effizienzsteigerung informieren. "Transparenz in der Lieferkette zählt heute zu den wichtigsten Anforderungen. Unternehmen verwenden Technologien der Automatischen Identifikation (AutoID), um Produkte, Lieferungen oder beispielsweise die Einhaltung von Kühlketten nachverfolgen zu können. Lösungen wie RFID, Barcode oder 2D-Codes haben sich für die Logistikbranche mittlerweile zu Schlüsseltechnologien entwickelt. So werden RFID-Lösungen unter anderem an wiederverwendbaren Transportbehältern eingesetzt", unterstreicht Wolf-Rüdiger Hansen (Bild), Geschäftsführer des Industrieverbandes AIM, das große Potenzial der AutoID-Technik in der Logistik.
Es sei davon auszugehen, dass die Technologien in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Schon jetzt steige die Anzahl der Projekte stetig. "Aufgrund der inzwischen zahlreichen Anwendungen und zunehmenden Ausbreitung von RFID dürfen Datenschutz und Datensicherheit nicht außer Acht gelassen werden. Wir benötigen länderübergreifende Sicherheitsstandards beim Einsatz von AutoID für optimierte Produktions- und Logistikprozesse."
Um Verantwortliche der Logistikbranche über den aktuellen Status der Datensicherheit beim RFID-Einsatz zu informieren, wird AIM am ersten Veranstaltungstag ab 12.00 Uhr in der Fachsequenz B1 Sicherheit in informationslogistischen Anwendungen mit einem Vortrag vertreten sein. Unter dem Titel RFID-Datenschutz - korrekte Umsetzung und praktische Anwendung der BSI-Richtlinien wird Hansen unter anderem die komplementäre Bedeutung der Technischen Richtlinien für den sicheren RFID-Einsatz des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und des PIA Frameworks der Europäischen Kommission thematisieren.
Das PIA Framework wurde von der Informal Working Group in Brüssel verfasst und erläutert grundsätzliche Datenschutzanforderungen an RFID-Anwendungen. Darüber hinaus ruft es Hersteller auf, Anwender umfassend zu informieren. Die BSI-Richtlinien setzen an diesem Punkt an und geben Unternehmen konkrete Checklisten und Handlungsvorgaben. Ein kürzlich von AIM und BSI veröffentlichtes Grundlagendokument schlägt eine Brücke zwischen dem europäischen PIA Framework und den deutschen BSI-Richtlinien und wird ebenfalls Thema sein. bw









