Superlative im Jubiläumsjahr
Bornemann fertigt größte Gewindespindel
Im Jahr 2014 feiert Bornemann Gewindetechnik in Delligsen 50-jähriges Firmenjubiläum. Bereits mit einer kürzlich ausgelieferten 22-Meter-Aluminiumspindel aus mehreren Elementen setzte das Unternehmen neue Maßstäbe. Nun verließ die größte Spindel das Werk, die bisher dort gefertigt wurde: eine Sonderanfertigung für die Förderindustrie, bestehend aus vier Trapezgewindespindeln von 6.700 mm Länge und 250 mm Durchmesser.
Jede einzelne Spindel brachte an Materialgewicht vor der Bearbeitung rund vier Tonnen auf die Waage. Sind damit die Leistungsgrenzen bei Bornemann erreicht? Moritz von Soden, Vertriebsleiter: "Da besteht noch viel Spielraum. Unsere Grenzen liegen derzeit bei Gewindespindeln von 300 mm Durchmesser und 7.500 mm Länge. Auch die dazugehörenden Muttern fertigen wir an."
Die Herausforderung besteht nicht allein darin, sehr lange oder dicke Gewindespindeln herzustellen. Ebenso wichtig ist es, Kundenwünsche nach ungewöhnlichen Materialien, individuellen Endenbearbeitungen oder komplexen Gewinden, z.B. mehrgängigen Gewinden, erfüllen zu können.
Spindeln jenseits der Industrie-Norm gefragter als je zuvor
Bornemann hat den Bedarf der Industrie an zunehmender Individualisierung klar erkannt und sich auf die Herstellung komplexer Gewinde spezialisiert. Die Auftraggeber stammen aus Industriebereichen, in denen makellose Qualität essentiell ist. So verzeihen beispielsweise hochbelastbare Konstruktionen in der Energie-Erzeugung, der Offshore-Industrie oder der modernen Stahlverarbeitung nicht den kleinsten Fehler.
Bereits bei der Materialbearbeitung entscheidet sich, ob das Werkstück den extremen Anforderungen im späteren Einsatz standhalten kann. Von Soden erklärt, warum: "Grundsätzlich können wir Spindeln aus jedem zerspanbaren Material anfertigen. Nun weist aber jedes Material ein spezifisches Verhalten auf. Dieses muss man genau kennen. Sonst können während der Bearbeitung Spannungen freigesetzt werden, welche die Spindel krumm werden lassen. Wenn eine Gewindespindel mit 200mm Durchmesser erst einmal krumm wurde, lässt sich das nur noch mit extremen Aufwand korrigieren."
"Auch nach 50 Jahren lernen wir noch täglich dazu"
Die Expertise der Bornemann Gewindetechnik ist inzwischen weltweit gefragt. Der dazu gehörende stetige Lernprozess macht an den Toren der Werkshallen nicht halt, sondern zieht sich durchs gesamte Unternehmen. So wurde das Qualitätsmanagement bei Bornemann 2013 nach der DIN Norm ISO 9001 zertifiziert. Im Rahmen dieses Prozesses kamen Werkzeuge des "Lean Management" zum Einsatz, was zu einer Verschlankung einiger Prozesse führte. Parallel entschied man sich, das umfassende Know-how des Geschäftsführers Hans Gereke-Bornemann schriftlich festzuhalten und für kommende Unternehmer-Generationen verfügbar zu machen.
Werner Kaste, Meister im Bereich Gewindefertigung: "Wir haben uns einem dauerhaften Weiterentwicklungsprozess verpflichtet und mit den Jahren eine steile Lernkurve absolviert. Unsere gesammelten Erkenntnisse und Erfahrungen sind wertvolles Kapital, das uns ermöglicht, ein Leistungs- und Qualitätsniveau bieten zu können, das dauerhaft weit über dem Branchendurchschnitt liegt. Das wissen auch unsere Kunden."
Das Unternehmen
Bornemann Gewindetechnik gehört zu den führenden Herstellern von kundenspezifischen Gewindespindeln und -muttern. Dazu zählen z.B. ein- und mehrgängige Außengewinde, Innengewinde, Trapezgewinde, Sägengewinde, Modulgewinde, Steilgewinde, Kreuzgewinde, Rundgewinde, Spitzgewinde, Förderschnecken und Sondergewinde.
Zum Einsatz kommen sie in qualitativ sehr anspruchsvollen Industriezweigen wie der Antriebstechnik, der Medizintechnik, im Nahrungsmittelbereich, in Offshore-Applikationen, Hebeanlagen, Talsperren, im Rennsport, Bühnen- und Theaterbau und im allgemeinen Sondermaschinenbau. kf









