Studie
Mittelständische Unternehmen unter Rekrutierungsdruck
Die richtigen Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden, hat für mittelständische Betriebe in den kommenden Monaten Top-Priorität. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Software-Hersteller Sage vor kurzem in 17 Ländernweltweit unter rund 2000 mittelgroßen Firmen mit mehr als 100 Mitarbeitern durchgeführt hat.
Christophe Letellier, CEO des seit knapp einem Jahr zentralisierten europäischen Mittelstandsgeschäfts von Sage, betont: "Seitdem sich die weltweite Wirtschaft erholt und Unternehmen wieder anfangen, Vertrauen in die eigene wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu haben, ist auch der Kampf um die besten Talente unter den Unternehmen neu entbrannt. Denn wer als Unternehmen wachsen will, braucht begabte und qualifizierte Mitarbeiter - und diese sind gerade für kleinere und mittelständische Unternehmen häufig nicht leicht zu finden."
Politik soll helfen
Mehr als ein Drittel der befragten mittelständischen Firmen erwartet daher auch von den Regierungsverantwortlichen, dass sie sich verstärkt auf dem Feld der Qualifizierung und Ausbildung engagieren. Damit ist die Hoffnung verknüpft, dass auch das Vertrauen in die Wirtschaft weiter steigt. Für 14 Prozent aller Befragten sind die Themen Rekrutierung und Mitarbeiterbindung in den nächsten Jahren die größte Herausforderung. Besonders trifft diese Aussage auf Deutschland (20%), Polen (17%) und Österreich (17%) zu. Der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften hindert viele mittelständische Unternehmen daran, ihr Geschäft voranzutreiben. 12 Prozent aller Befragten aus allen Branchen benannten diesen Fakt als ihre größte Herausforderung. In Deutschland beunruhigt der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften die Führungskräfte mit 29 Prozent Nennungen am meisten. Gefragt nach den drei wichtigsten Prioritäten war Deutschland das einzige Land, das das Rekrutierungsproblem explizit benannte.
Wichtiges Auswahlargument: Attraktive Arbeitsmittel und Technologien
"Der Kampf um die besten Talente setzt Firmen gerade in einer Zeit unter Druck, in der sie in einem beispiellosen Wettbewerb stehen", sagt Letellier und führt aus: "Da potentielle Bewerberinnen und Bewerber darauf achten, welche Tools und Prozesse ein Unternehmen nutzt, ist eine Differenzierung vom Wettbewerb von Bedeutung. Deshalb sollten Unternehmen sicherstellen, dass Mitarbeiter Zugang zur neuesten, intelligentesten und effizientesten Technologie respektive zu den entsprechenden Werkzeugen haben." Letellier fährt fort: "Mittelständische Unternehmen sind die heimlichen Helden der europäischen Wirtschaft. Und die Basis für ihren Erfolg sind die Menschen in den Unternehmen. Nur wenn Unternehmen alles tun, um ihre Attraktivität für die richtigen Talente zu steigern, können sie wachsen."
Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse in Europa
- In den nächsten Jahren stellen Rekrutierung und Mitarbeiterbindung die größten Herausforderungen für europäische Unternehmen im mittelständischen Markt dar.
- Mehr als ein Drittel der Firmen erwartet von ihren Regierungsverantwortlichen, dass sie mehr für Qualifizierung und Ausbildung unternehmen.
- Der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften ist eine der größten Wachstumsbremsen.
Über den Sage Business Index
Im Rahmen des Sage Business Index 2013 hat Sage vom 31. Juli bis 28. August 1.825 Entscheidungsträger im mittelständischen Umfeld (ab 100 Mitarbeiter aufwärts) in 17 Ländern interviewt. In Deutschland wurden insgesamt 185 Unternehmen befragt. Die Untersuchung erfolgte in Anlehnung an ähnliche in den Jahren 2011 und 2012 durchgeführte Studien.kf









