Standort Wuppertal

Schaeffler baut 500 Stellen ab

Der Wälzlagerhersteller Schaeffler wird in seinem Wuppertaler Werk bis Ende 2015 rund 500 der vorhandenen 1500 Arbeitsplätze streichen. Das sind 250 weniger als ursprünglich geplant. Der Abbau soll sozialverträglich erfolgen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Das Schaeffler-Headquarter in Herzogenaurach.

Geschäftsleitung und Betriebsrat, so heißt es, haben sich über die Eckpunkte eines Zukunftskonzepts für das Werk Wuppertal geeinigt, mit dem Ziel, den Standort mit wettbewerbsfähigen Kapazitäten sowie optimierten Organisations- und Kostenstrukturen zu sichern. Ein abschließender Interessensausgleich soll Anfang Dezember unterzeichnet werden.

Die von beiden Seiten getragene Vereinbarung sieht vor, das Werk Wuppertal auf eine Beschäftigtenzahl von rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auszurichten. Damit werden am Standort Wuppertal bis Ende 2015 insgesamt rund 500 Beschäftigte abgebaut; das ist ein Abbau von rund 250 Beschäftigten weniger als ursprünglich geplant. Aufgrund der bestehenden Überkapazitäten wurde ein kurzfristiger Abbau von 226 Arbeitsplätzen beschlossen. Über die seit Juli 2013 bestehende Möglichkeit freiwilliger Aufhebungsverträge mit zusätzlichen Abfindungen haben bereits Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Dieses Angebot wird bis Ende des Jahres fortgeführt. Ab Februar 2014 wird den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit angeboten, in eine Transfergesellschaft zu wechseln. Die weiteren Arbeitsplätze werden im Zeitraum bis Ende 2015 nach Möglichkeit über sozialverträgliche Maßnahmen wie Altersteilzeit, freiwillige Aufhebungsverträge und natürliche Fluktuation abgebaut. Aufgrund der akuten Beschäftigungsproblematik können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihre Ausbildung im Jahr 2014 abschließen, nicht übernommen werden. Grundsätzlich bekennt sich die Geschäftsleitung jedoch ausdrücklich zur Ausbildung, die am Standort auch in reduziertem Umfang fortgeführt wird.

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"Mit dem vereinbarten Gesamtpaket sind wir in der Lage, die notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen weitgehend sozial abzufedern. Wir sind zuversichtlich, dass die vereinbarten Restrukturierungen und Veränderungen es ermöglichen, den Standort Wuppertal zu sichern und zukunftsorientiert auszurichten", so Rudolf Lenhart, Mitglied der Geschäftsleitung Schaeffler Industrie.

Zusätzlich zu den Personalmaßnahmen haben Geschäftsleitung und Betriebsrat ein Maßnahmenpaket vereinbart, um die Personalkosten zu reduzieren und die Produktivität des Standorts durch definierte Kennzahlen wie Qualität, Wertschöpfung und Liefertreue zu verbessern. Bestandteile sind zudem ein neues Entgeltprämiensystem sowie die Flexibilisierung über Arbeitszeitkonten und flexible Schichtmodelle, die eine bedarfsgerechte Einsatzplanung ermöglichen. Geschäftsleitung und Betriebsrat haben sich zudem darauf verständigt, in enger Abstimmung ein weiterführendes Zukunftskonzept für den Standort zu erarbeiten, das organisatorische ebenso wie strukturverbessernde Maßnahmen inklusive neuer Investitionen für das Werk vorsieht.

Aufgrund der unverändert schlechten Nachfragesituation für Großlager leidet das Werk Wuppertal der Schaeffler Technologies AG & Co. KG unter einer zu niedrigen Auslastung und hohen Überkapazitäten. Die Geschäftsleitung hatte im April 2013 die Belegschaft über den Personalüberhang und die notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen informiert und mit dem Betriebsrat Verhandlungen aufgenommen. Die in Wuppertal produzierten Großlager werden insbesondere in der Windkraft sowie in der Schwerindustrie eingesetzt. kf

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