Wirtschaft + Unternehmen
Siemens und SAP arbeiten bei MES zusammen
Ziel ist es, den heute noch mangelhaften Informationsfluss zwischen den Produktionsanlagen und der Unternehmensleitebene zu verbessern. Gelöst werden sollen so vordringliche Probleme, mit denen Produktionsverantwortliche heute konfrontiert sind. Dies sind zum Beispiel die mangelnde Integration von Management Execution Systems (MES) auf Produktionsebene mit den Softwarelösungen auf Unternehmensebene. Laut Ralf-Michael Franke, Leiter des Geschäftsgebiets Industrial Automation Systems, können Fertigungsbetriebe mit einer MES-Lösung ihren Betrieb effektiver steuern, ihre Flexibilität erhöhen und die Produktivität steigern. Durch eine schnellere Reaktion auf Produktionsereignisse unterstütze MES das Unternehmen dabei, Stillstandszeiten, Ausschuss und Nacharbeiten zu reduzieren, den Lagerbestand zu optimieren und schneller auf Kundenanfragen reagieren zu können.
Das neue IT-Angebot bietet Produktionsunternehmen die Möglichkeit, die Gesamtbetriebskosten zu senken und die Implementierung, Wartung und Leistungsoptimierung von Anlagen zu vereinfachen. Zur einfachen Integration und effizienten Änderungsverwaltung sollen die Schnittstellen von Simatic IT, das sind die MES-Produkte von Siemens, für die SAP-Lösungen zertifiziert werden. Die gemeinsame Lösung wird auf dem Standard ISA-95 basieren. Beide Unternehmen unterstützen diesen anerkannten Industriestandard, wobei SAP über Know-how in Ebene der Geschäftsprozesse verfügt (ISA-95 Level 4), Siemens bei MES und ¿Control Systems¿ (ISA-95 Level 3). Dieser Standard für die Interoperabilität von Prozessen ist der Schlüssel, um die Prozesse zwischen Produktions- und Unternehmensleitebene nahtlos zu verzahnen und den mangelhaften Informationsfluss zwischen beiden zu beheben. Die neue Lösung bietet in Echtzeit einen Überblick über etwaige Planungs- und Prozessmängel sowie wichtige prozess- und kostenbezogene Leistungsindikatoren.
Um ihre IT-Lösungen besser zu verzahnen, stimmen SAP und Siemens ihre Entwicklungskonzepte ab.
Der Markt für diese MES-Software wuchs nach Expertenschätzungen von 2001 bis 2004 um 50 Prozent auf eine Milliarde Euro an und legt jährlich um mehr als zehn Prozent zu.
hs








