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Schaeffler erwartet weniger Wachstum
Der internationale Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler hat sich in den ersten neun Monaten dieses Jahres trotz schwieriger Rahmenbedingungen gut behauptet: Die Gruppe steigerte ihren Umsatz um vier Prozent auf rund 8,4 Milliarden Euro. Im 3. Quartal habe sich das Marktumfeld jedoch weiter eingetrübt, heißt es aus Herzogenaurach. Auswirkungen hatte dies insbesondere auf das Industriegeschäft.
Die Schaeffler Gruppe steigerte ihren Umsatz in den ersten neun Monaten 2012 um vier Prozent auf rund 8,4 Milliarden Euro. Die Sparte Automotive wuchs um sieben Prozent auf rund 5,8 Milliarden Euro. Der Umsatz in der Sparte Industrie blieb stabil bei rund 2,6 Milliarden Euro.
Die Regionen-Umsätze entwickelten sich in den ersten drei Quartalen weiter unterschiedlich. Während der Umsatz in Nordamerika mit einem Wachstum von 20 Prozent nochmals leicht zulegen konnte, stieg der Umsatz in der Region Asien/Pazifik mit zehn Prozent hingegen etwas langsamer als noch in den ersten sechs Monaten. Das Wachstum in Europa lag bei einem Prozent. Der Umsatz in Südamerika war mit minus zwölf Prozent rückläufig.
Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 1.144 Millionen Euro unter dem überdurchschnittlich guten Vorjahreswert von 1.349 Millionen Euro. Die EBIT-Marge betrug in den ersten neun Monaten 13,6 Prozent (Vorjahr: 16,7 Prozent). Das Konzern-Nettoergebnis lag im Berichtszeitraum bei 731 Millionen Euro (Vorjahr: 743 Millionen Euro). Der operative Cash Flow stieg in den ersten neun Monaten um 8,1 Prozent auf 783 Millionen Euro (Vorjahr: 724 Millionen Euro). Die Auszahlungen für Investitionen beliefen sich auf 672 Millionen Euro (Vorjahr: 514 Millionen Euro). Auf dieser Basis wurde in den ersten drei Quartalen ein Free Cash Flow von 122 Millionen Euro (Vorjahr: 229 Millionen Euro) erwirtschaftet. "Die proaktive Steuerung unseres Cash Flows ist eine der zentralen Herausforderungen für die Schaeffler Gruppe. Im dritten Quartal konnten wir den Free Cash Flow so auf 92 Millionen Euro verbessern. Wir erwarten auch im vierten Quartal einen positiven Free Cash Flow", sagt Klaus Rosenfeld, Finanzvorstand der Schaeffler AG.
Unternehmensrating hochgestuft
Die Netto-Finanzschulden konnten gegenüber dem Vorquartal auf rund 6,7 Milliarden Euro (Ende Juni 2012: 6,8 Milliarden Euro) leicht gesenkt werden. Der Verschuldungsgrad lag damit bei 3,2. Die Rating Agenturen Standard & Poor¿s und Moody¿s haben vor dem Hintergrund der im ersten Halbjahr erfolgten Refinanzierung das Unternehmensrating für die Schaeffler AG hochgestuft. Standard & Poor¿s bewertet das Unternehmen mit der Note "B+" und einem stabilen Ausblick. Moody¿s stuft die Schaeffler AG mit der Note "B1" und einem positiven Ausblick ein.
Wachstumserwartung für 2012 aktualisiert
Für das vierte Quartal 2012 rechnet das Unternehmen nicht mit einer Belebung des weltweiten Wirtschaftswachstums. Die bestehenden Unsicherheiten insbesondere im Euroraum und ein geringeres Wachstum in Asien trüben die Aussichten. Mit Blick auf das Schlussquartal sagt Dr. Jürgen M. Geißinger, Vorstandsvorsitzender der Schaeffler AG: "Es ist aus heutiger Sicht davon auszugehen, dass sich in wichtigen Teilmärkten das volatile, herausfordernde Umfeld weiter fortsetzen wird. Wir erwarten einen weiteren Rückgang der Bedarfe im vierten Quartal, was zu einer temporären Anpassung unserer Kapazitäten führen wird. In der gegenwärtigen Marktlage ist es daher wichtiger denn je, unsere Geschäftsprozesse weiter zu optimieren, die Kosten im Blick zu halten und unser Unternehmen zukunftsorientiert auszurichten." Vor diesem Hintergrund geht die Gruppe davon aus, dass sie weiterhin stärker als der Markt wachsen, aber den bisherigen Jahreszielwert für das Umsatzwachstum von größer als fünf Prozent nicht mehr erreichen wird. Das Unternehmen rechnet nunmehr mit einem Umsatzwachstum von rund vier Prozent für das Gesamtjahr 2012. An seinem ehrgeizigen Profitabilitätsziel hält der Konzern fest. "Wir erwarten unverändert, im Jahr 2012 eine operative Ergebnis-Marge (EBIT-Marge) von größer als 13 Prozent zu erwirtschaften und damit den Jahreszielwert zu erreichen", betont Geißinger. kf









