Oerlikon Leybold Vacuum mit Logistik-Neubau:

Im Bett von Vater Rhein

Neues Logistisches Zentrum von Oerlikon Leybold Vacuum. (Fotos: Oerlikon Leybold)

Oerlikon Leybold Vacuum, einer der größten Hightech-Anbieter für Vakuumpumpen und -systeme, hat zum Jahresbeginn das neue, moderne Lean-Logistikzentrum am Standort Köln bezogen. Konzeptioniert durch die Planungsgesellschaft Dr. Schönheit + Partner wurde das Gebäude durch die Bauunternehmung Günther aus Netphen errichtet. Dieses neue Gebäude ist das logistische Drehkreuz für die Produktionsversorgung und die internationalen Warenströme von Oerlikon Leybold Vacuum an Kunden und weltweite Tochtergesellschaften.

Konsequent in die Mitte der umliegenden Fertigungsstätten platziert, bietet der Neubau einige technischen Neuerungen, die interne Wege verkürzen und die Liegezeiten für angelieferte Materialien und Durchlaufzeiten der Produkte reduzieren. In der Bauzeit von knapp einem Jahr wurden etwa 13.000 Tonnen Beton und 570 Tonnen Bewehrungsstahl verbaut und damit ein umbauter Raum von 59.000 Kubikmeter geschaffen.

Das dreigeschossige Gebäude umfasst ein Kellergeschoss mit Technikzentrale und Sprinklertank. Im Erdgeschoss befindet sich das gesamte Lager mit automatischem Kleinteilelager, Schmalganglager und Großpalettenlager sowie Funktionsbereiche wie der Eingangsbereich mit Wartezone, Bereiche für Kommissionieren und Bereitstellung mit unterschiedlichen Gebäudehöhen. Die Administration ist auf über 450 Quadratmeter im Obergeschoss untergebracht.

Der Bau des Gebäudes beinhaltete eine Besonderheit: das ehemalige Flussbett des Rheins hat in diesem Bereich einen Sandboden hinterlassen, so dass Bodenbedingungen eine gründliche und aufwendige Vorarbeit zur Gründung erforderten. Zudem gab es in diesem Bereich alte Fundamente und Kellergeschosse, die nun mittels einer Pfahlgründung überbrückt und zur Aufnahme der Gebäudekonstruktion und Bodenplatte vorbereitet werden mussten. 228 Groß-Bohrpfähle wurden bis zu 17 Meter tief in den Baugrund getrieben und tragen nun die Gebäudekonstruktion und die neue Bodenplatte, die mit einer Stärke von bis zu 70 Zentimeter die Lasten der 16 Meter hohen Lagerregale aufnehmen muss. Um die hohen Umschlaggeschwindigkeiten der Stapler im Schmalganglager zu gewährleisten, wurden an die Ebenheit der Bodenplatte außergewöhnlich hohe Anforderungen gestellt.

"Diese Maßnahme hat uns fachlich und logistisch einiges abverlangt, was wir aber auf Grund unserer langjährigen Erfahrung im schlüsselfertigen Industrie- und Gewerbebau und unserer kompetenten Mitarbeiter, wieder einmal zur Zufriedenheit unserer meist langjährigen Kunden gemeistert haben", erläutert Elmar Siebel, Geschäftsführer der Bauunternehmung Günther. bw

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