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Metallbranche: Flaute bei Mergers und Akquisitionen
Mit angezogener Handbremse betreibt die Metallindustrie derzeit Fusionen und Übernahmen. "Solange sich keine konjunkturelle Erholung abzeichnet, werden die Unternehmen weiter abwarten", prognostiziert Martin Theben, PwC-Partner und Leiter des Bereichs Industrielle Produktion vergleichsweise geringe Deal-Aktivitäten der Metallbranche im Jahr 2013. Im Jahr 2012 war das Deal-Volumen weltweit - mit Ausnahme der Asien-Pazifik-Region - auf das Niveau des Krisenjahres 2009 zurück gefallen, zeigt die PwC-Studie "Metals Deals - Forging Ahead 2013 outlook and 2012 review".
Das Volumen der Fusionen und Übernahmen in der Metallbranche ist im Jahr 2012 um fast 20 Prozent gestiegen. Allerdings entfielen von den 45,8 Milliarden US-Dollar, die in der Metallbranche weltweit im Jahr 2012 für Mergers und Akquisitionen (M&A) ausgegeben wurden, rund zwei Drittel (31,1 Milliarden US-Dollar) auf die Asien-Pazifik-Region. Außerhalb Asiens war das M&A-Volumen in der Metallbranche im Jahr 2012 mit 14,7 Milliarden US-Dollar so niedrig wie zuletzt im Krisenjahr 2009, heißt es in einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC.
In Asien gingen wiederum 9,4 der insgesamt 31,1 Milliarden US-Dollar auf das Konto der bereits 2011 beschlossenen Fusion der japanischen Stahlgiganten Sumitomo und Nippon Steel. "Wir erleben bei den Fusionen und Übernahmen in der Metallbranche einen 'Double Dip', eine nachhaltige Erholung bleibt aus. Die Verunsicherung über die Krise der Eurozone und die Haushaltskürzungen in den USA trüben die vorsichtig optimistischen Wachstumsaussichten der Branche ein und sorgen für Zurückhaltung", kommentiert Theben.
Unternehmen investieren heimatnah
Verunsicherung und Vorsicht prägen auch die regionale Verteilung der Deal-Aktivitäten: Auf 91 Prozent summiert sich der Anteil der rein regionalen Dealvolumina am Gesamtvolumen des Jahres 2012 - nach 63 Prozent im Vorjahr. Bei vier von fünf Metals-Transaktionen des Jahres 2012 stammten Käufer und Übernahmekandidaten aus der gleichen Region; lediglich bei 16 Prozent der Fusionen und Übernahmen wagten Unternehmen sich über die Grenzen des eigenen Kontinents hinaus. Im Vorjahr 2011 waren es noch 21% gewesen.
Vorsicht wird auch das Jahr 2013 prägen
"Solange klare konjunkturelle Signale fehlen, werden wir wohl kein Wiederaufleben des M&A-Geschehens erleben. Die Unternehmen beschränken sich vorerst eher auf kleinere, gezielte Zukäufe, um Lücken zu schließen, ihre Portfolios abzurunden oder die Qualität weiter zu steigern. Priorität haben Investitionen in Produkt- und Serviceinnovationen sowie das eigene Unternehmen, um beispielsweise die Stahlproduktion fit zu machen für den verstärkten Einsatz von Erdgas oder Aluminium-Schmelzen von Öl auf Gas umzustellen", erläutert Theben. Fortsetzen dürften die Unternehmen der Metallbranche im Jahr 2013 allerdings ihre Bestrebungen, durch vertikale Integration die Kosten für Rohstoffe wie Kohle und Erze im Griff zu behalten. Hier sind weitere Transaktionen zu erwarten - und wo die Gelegenheiten dafür fehlen, möglicherweise auch neue Arrangements jenseits der traditionellen Mergers und Akquisitionen. kf
Weitere Infos zur Studie "Metals Deals - Forging Ahead: 2013 outlook and 2012 review" finden Sie hier.








