Wirtschaft + Unternehmen
Maschinenbau: OWL kooperiert mit der Türkei
Die Maschinenbauer der Region Ost-Westfalen-Lippe (OWL) und der türkische Maschinenbau-Verband wollen künftig intensiver zusammen arbeiten. Im Rahmen der Hannover Messe unterschrieben beide Parteien eine entsprechende Kooperationsvereinbarung.
Es sei eine Kooperation, die Sinn mache, teilt der OWL Maschinenbau e.V. mit. OWL zum Spitzencluster aufgestiegen sei eine der europäischen Kernregionen des Maschinenbaus. Die hier angesiedelten Maschinenbau-Unternehmen erwirtschaften gemeinsam mit ihren Lieferanten einen Jahresumsatz von rund 20 Mrd. Euro. Auch der Türkische Maschinenbau sei gut aufgestellt und habe ehrgeizige Ziele: Bis 2023 wolle man dort zum fünftgrößten Maschinenexporteur weltweit aufsteigen. Momentan stehe man noch auf Platz 27. Dieses Vorhaben skizzierte die türkische Unternehmerin Sevda Kayhan Yilmaz, die gleichzeitig auch Vorstandsmitglied der "Türkischen Maschinen-Promotionsgruppe" ist.
Für Hans-Dieter Tenhaef, Vorstandssprecher von OWL Maschinenbau ist der Industriestandort Türkei mit seinen gut funktionierenden Netzwerken auch in den arabischen Wirtschaftsraum hinein, ein wichtiger Partner für den gesamten Maschinenbau in OWL: "Auch unsere Mitglieder haben bereits seit Jahren sehr gute Erfahrungen mit türkischen Zulieferunternehmen gemacht." Von der Leistungsfähigkeit der türkischen Unternehmen hat er sich bei mehreren Besuchen überzeugen können. Tenhaef ist sich deshalb sicher, dass die nun beschlossene Kooperation Vorteile und Nutzen für die Unternehmen auf beiden Seiten ergeben wird: "So kann die Wettbewerbsstärke unserer Unternehmen auch in der rasanten Dynamik der Globalisierung gesichert und gesteigert werden".
Ziel ist es, systematisch Vorteile für die Mitgliedsunternehmen in der Türkei und in OWL zu entwickeln. Kooperation soll es bei Beschaffung, Produktentwicklung und Vertrieb geben. Zudem sind mittelfristig internationale gemeinsame Forschungs- Ausbildungsprojekte und Messeauftritte geplant. Die Produktion der türkischen Maschinenbau-Industrie wuchs binnen zehn Jahren von zwei auf derzeit rund 14 Milliarden Euro. Hilfreich ist in diesem Zusammenhang, dass im OWL Maschinenbau-Netzwerk auch Hochschulen und Universitäten der Region mit an einem Strang ziehen. Der konsequente Ausbau von gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungs-Vorhaben ist deshalb nach Aussage von Sevda Kayhan Yilmaz auch einer der ganz großen Schwerpunkte der zukünftigen Zusammenarbeit. Ziel der Partner ist es, so die wirtschaftliche und technologische Leistungskraft des mittelständischen Maschinenbaus zu stärken. kf









