Wirtschaft + Unternehmen

MartinMechanic montiert auf dem Fanuc-Stand

Bestücken, Spritzgießen, Montieren, Prüfen, Sortieren, und Verpacken erledigt die MSP 21990 von MartinMechanic im Alleingang. Erstmals ist die automatische Fertigungsanlage für Integralgehäuse auf der Automatica in München zu sehen. Da die Sondermaschinenbauer ihre Neuheit mit Industrierobotern aus Neuhausen ausgerüstet haben, werden sie am Stand von anuc in Halle B2 präsentieren.

Module der neuen Fertigungsanlage für Integralgehäuse von MartinMechanic auf der Automatica.

Das schwäbische Unternehmen möchte seine Kompetenz nach dem Alles-aus-einer-Hand-Prinzip unter Beweis stellen. Mithilfe der neuen Fertigungsanlage werden Zwei-Komponenten-Kunststoffteile, die verschiedene mechanische und elektronische Funktionen erfüllen, hergestellt. Die gesamte Anlage wird über dezentrale SPS-Einheiten gelenkt, die wiederum durch die SPS-Mastersteuerung miteinander verknüpft sind.

Schon die Zuführung der Einlegeteile und Kontakte war eine Herausforderung. Über eine Bunker-Topf-Kombination werden filigrane Bauteile den teilespezifischen Werkzeugen für den Spritzguss lagerichtig zugeordnet. Das geschieht im Sekundentakt. Der erste Handling-Roboter Fanuc LRM200 nimmt die Einlegeteile aus den Zuführwerkzeugen auf und legt sie in das Spritzgieß-Werkzeugbild im Zwischenspeicher ab.

Das Einlegen für den zweiten Beladeroboter wird von einem Kamerasystem überwacht. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass nur komplette und einwandfreie Teilesets vom Beladeroboter aufgenommen werden. Dieser mittelgroße Fanuc M710 bedient sich in der Zwischenablage und schwenkt mit den vorbereiteten Bauteilen zur Spritzgießmaschine.

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Die fertigen Spritzgießteile wandern auf die Kühlstrecke, die sie nahtlos zur Montageprüfzelle befördert. In der Montagezelle fügt ein weiterer LRM200 die Lager sowie den Dichtungs-Ohrring ein. Mittels Bildverarbeitung wird an der Prüfstation visuell kontrolliert, ob die Teile komplett ausgespritzt sind.

Fallen die Prüfergebnisse positiv aus, geht's in eine zweite Testreihe. Die Baugruppe inklusiv Lager, Ohrring und Kontakte wird einer Hochvolt-Prüfung unterzogen und auch die Kurzschluss-Eigenschaften werden überprüft. Anschließend wird das Integralgehäuse verschiedenen Belastungszyklen unterworfen, ehe es zurück auf den Werkstückträger des Umlaufsystems gelegt wird. Gute Baugruppen legt der Verpackungsroboter LRM200 in Blisterpaletten ab. bw

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